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Bill und Melinda GatesZwischen Gut und Böse

Um die Stiftung der Milliardäre Melinda und Bill Gates ranken sich viele Verschwörungstheorien. Diese sind abstrus – doch es gibt unter Fachleuten auch ernsthafte Kritik am Engagement des Ehepaars.

Melinda und Bill Gates während eines Interviews in Kirkland, Washington. (Foto: Elaine Thompson/AP)
Melinda und Bill Gates während eines Interviews in Kirkland, Washington. (Foto: Elaine Thompson/AP)

Wer allzu viel Weitblick beweist, der macht sich schnell verdächtig, vor allem dann, wenn der weniger aufgeweckte Teil der Menschheit erst Jahre später begreift, was da eigentlich prophezeit wurde. Schnell heisst es dann, der Visionär habe mehr gewusst als alle anderen. Oder, noch schlimmer: Vielleicht hatte er sogar selbst die Finger im Spiel, um das Ereignis, das er einst vorhersagte, überhaupt erst herbeizuführen. So wie Bill Gates.

An einem Mittwoch im März 2015 steht der Gründer des Computerriesen Microsoft im rosaroten Pullover auf einer Bühne im kanadischen Vancouver und spricht über eine neue Bedrohung. Das Foto auf dem Bildschirm hinter ihm ändert sich, statt eines Atompilzes ist nun eine knuffige Kreatur zu sehen, die an einen Tennisball mit abstehenden Rüsselchen erinnert. Heute kennt es jedes Kind: ein millionenfach vergrössertes Virus, das frappierende Ähnlichkeit hat mit jenem Corona-Keim, der die Welt in die grösste Schockstarre seit dem Zweiten Weltkrieg gestürzt hat.

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