Zum Hauptinhalt springen

Schweizer Tierschutz klagt anZwei Berner Schlachthöfe am Pranger

In Schlachthäusern in Thun und Langnau würden Vorschriften zum Tierschutz missachtet, bemängeln Kontrolleure. Der Kantonstierarzt widerspricht.

Fotos aus dem Innern von Schlachthöfen sind selten. Dieses Archivbild aus Thun (2007) zeigt die Schlachtkörper im Kühlraum.
Fotos aus dem Innern von Schlachthöfen sind selten. Dieses Archivbild aus Thun (2007) zeigt die Schlachtkörper im Kühlraum.
Foto: Erwin Munter

Zwei von drei Schlachthäusern weisen Mängel im Tierschutz auf: Dieses Fazit zieht der Schweizer Tierschutz aus 40 Kontrollen in 19 Schlachtbetrieben während zweier Jahre. In 13 der 19 Betriebe wurden die Tiere nicht ordnungsgemäss betäubt, wie der «K-Tipp» in seiner aktuellen Ausgabe berichtet. 4 Schlachthöfe werden namentlich an den Pranger gestellt: Jene in Thun und Langnau sowie Cazis GR und Clarens VD haben in den Kontrollen am schlechtesten abgeschnitten.

Die Kontrolleure des Schweizer Tierschutzes (STS) überprüfen für Labels wie Bio Suisse, Demeter und IP Suisse das Tierwohl in jenen Schlachthöfen, die Fleisch mit solchen Labels verarbeiten. Sie bewerten mit Checklisten und klaren Vorgaben einen sehr kleinen Teil von rund 550 Schlachthöfen in der Schweiz. Und sie arbeiten auf privatrechtlicher Grundlage, können also nur Empfehlungen an die Schlachthöfe abgeben.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.