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Anti-Erdogan-Demo – Hunderte ziehen durch Zürich

In Zürich demonstrieren mehrere Hundert Kurden gegen den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan.

Polizeiaufgebot in Zürich: Anit-Erdogan-Demonstranten ziehen durch die Innenstadt.
Polizeiaufgebot in Zürich: Anit-Erdogan-Demonstranten ziehen durch die Innenstadt.
20 Minuten, Leserreporter
Laut Polizei sollen 500 bis 600 Kurden an der Demonstration beteiligt sein.
Laut Polizei sollen 500 bis 600 Kurden an der Demonstration beteiligt sein.
Leserreporter
Die Polizei sperrt kurzzeitig Strassen ab.
Die Polizei sperrt kurzzeitig Strassen ab.
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Am Samstagnachmittag sind 500 bis 600 Kurden durch die Zürcher Innenstadt gezogen. Das bestätigt Valentin Infanger von der Stadtpolizei Zürich auf Anfrage von Redaktion Tamedia. Ihm zufolge führte die Route vom Helvetiaplatz über die Sihlporte zur Bahnhofstrasse und zurück zum Helvetiaplatz.

Die Polizei sperrt kurzzeitig Strassen ab. Die Demonstration sei bewilligt und laufe friedlich ab. Obwohl die Route bekannt ist, wird der Verkehr nicht umgeleitet. «Bei bewilligten Demos nimmt man kurzzeitige Verkehrsbehinderungen in Kauf», sagt Infanger.

Bereits vor einer Woche hatten in Zürich rund 150 Personen – darunter viele Medienschaffende – die Freilassung aller in der Türkei inhaftierten Journalisten gefordert. Am 25. März hatten in Bern mehrere Tausend Personen für mehr Frieden, Freiheit und Demokratie in der Türkei demonstriert. Der Anlass wurde jedoch von der Affäre um ein Anti-Erdogan-Plakat überschattet, das von linksautonomen Demonstranten mitgeführt worden war.

Solidaritätskundgebung für kurdische Gefangene

Nach Angaben von Ali Can vom kurdischen Kulturverein Zürich befinden sich zur Zeit mehrere Zehntausend Kurden in türkischen Gefängnissen. Nach dem gescheiterten Putschversuch und dem Ausnahmezustand hätten sich deren Haftbedingungen noch verschlechtert, sagte Can gegenüber der sda. Diese seien seither nicht nur überfüllt, die politischen Gefangenen müssten ihre Zellen ausserdem mit Putschisten oder Kriminellen teilen. Das führe unweigerlich zu Problemen, sagte Can.

Aus Protest seien deshalb vor 40 bis 50 Tagen hunderte politische Gefangene in den Hungerstreik getreten, sagte Welat Bulut vom Kurdischen Kulturverein Bern. Darunter befänden sich zahlreiche PKK-Anhänger und mehrere Abgeordnete der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP.

Die Demonstranten setzten sich auch für die Freilassung des inhaftieren PKK-Anführers Abdullah Öcalan ein, der sich seit drei Jahren in Isolationshaft befinde, sagte Can. Und sie forderten eine politische Lösung des Kurdenproblems. Indirekt richtete sich der Protest aber auch gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Solidaritätskundgebungen in europäischen Städten

Gleichzeitige Solidaritätskundgebungen fanden unter anderem in Wien und Strassburg statt. Erst vor einer Woche hatten in Zürich rund 150 Personen – darunter viele Medienschaffende – für die Freilassung aller in der Türkei inhaftierten Journalisten demonstriert.

Am 25. März gingen in Bern mehrere Tausend Personen für mehr Frieden, Freiheit und Demokratie in der Türkei auf die Strasse. Der Anlass wurde jedoch von der Affäre um ein Anti-Erdogan-Plakat überschattet, das von linksautonomen Demonstranten mitgeführt worden war.

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