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«Zwingli hat Prostituierte besucht»

Kirchenhistoriker Peter Opitz ärgert sich über den «Unsinn», der oft über den Reformator erzählt werde. Zwingli sei auch kein spröder Typ gewesen – im Gegenteil.

Mit Peter Opitz sprach Marius Huber
«Zwingli forderte Solidarität mit den Armen und sozial Schwächeren»: Das Denkmal des Reformators, als es für eine Kunstaktion an die Zürcher Langstrasse versetzt wurde. Bild: Thomas Burla
«Zwingli forderte Solidarität mit den Armen und sozial Schwächeren»: Das Denkmal des Reformators, als es für eine Kunstaktion an die Zürcher Langstrasse versetzt wurde. Bild: Thomas Burla

Herr Opitz, warum kann man in Zürich den Zwingli nicht ähnlich offensiv vermarkten und popularisieren, wie dies in Wittenberg mit Luther geschieht?

Die Unterschiede liegen erstens im Selbstverständnis der beiden Reformatoren, und zweitens in der Art, wie die beiden rezipiert wurden. Luther sah sich schon sehr früh selber als göttlich beauftragter Anführer der «Lutherischen» an. Sicher auch aufgrund der Reaktionen seiner Fans. Er wurde sehr schnell zu einem Mythos, mit dem sich alle Deutschen identifizierten.

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