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In der bedrohten Zone

Die Binz-Besetzer haben das 6000 Quadratmeter grosse Areal an der Uetlibergstrasse zum autonomen Gebiet erklärt. Gegen die bevorstehende Räumung wollen sie sich wehren.

Kreativer Hangar in ständiger Bewegung: Die Binz-Hallen wachsen wie organische Kunstwerke.
Kreativer Hangar in ständiger Bewegung: Die Binz-Hallen wachsen wie organische Kunstwerke.
Tom Kawara

Die Binz funktioniert anders, aber sie funktioniert. Will ein Bewohner eine Brücke bauen, braucht er dafür keine Baubewilligung, sondern Talent. So verbindet seit kurzem ein Steg, der an Bernhard Luginbühls Eisenplastiken erinnert, die Dächer zweier besetzter Fabrikhallen an der Uetlibergstrasse.

Der Sockel besteht aus einem Geflecht ineinander verschweisster Stangen, eine ausgemusterte Leiter bildet den Übergang. «Das hält», sagt Herr Schoch. 20 Leute hätten die Brücke jüngst überquert, dabei habe sich die Konstruktion keinen Millimeter verschoben. Eigenverantwortung heisst das Zauberwort: Basteln darf in der Binz grundsätzlich jeder. «Will jedoch ein Künstler, der noch nie einen Schweissbrenner bedient hat, ein tragendes Element kreieren, raten wir ihm, es zuerst mit einer Skulptur zu versuchen», sagt Herr Schoch.

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