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Zürcher Freisinn drängt in den Bundesrat

Der Zürcher Telecomunternehmer und Nationalrat Ruedi Noser (49) will kandidieren. Die Zürcher FDP, seit Elisabeth Kopp nicht mehr im Bundesrat, schliesst weitere Kandidaturen nicht aus: Ursula Gut, Markus Hutter oder Thomas Heiniger.

Von Ruedi Baumann Der gebürtige Glarner Ruedi Noser ist immer für Überraschungen gut. Er hat es als bekennender Legastheniker in kurzer Zeit vom Maschinenmechaniker zum erfolgreichen Unternehmer in der Telecombranche gebracht. Und in genau vier Jahren ist er als Quereinsteiger Zürcher Kantonsrat, Vizepräsident der FDP Schweiz und Nationalrat geworden. Und jetzt hat Noser als erster Freisinniger mit dem Segen der Kantonalpartei seine Bundesratsambitionen bekannt gegeben. «Ruedi Noser entspricht dem Wunschprofil der Zürcher FDP für einen Bundesrat», sagte gestern der Präsident der Zürcher FDP, Beat Walti. Noser gehöre zu einer jüngeren Generation, verfüge über reiche unternehmerische Erfahrung und sei ausgezeichnet vernetzt. Eben erst hatte Noser in der Westschweiz Bonuspunkte geholt, weil er mit seiner Familie ein Jahr in Genf lebte, um Französisch zu lernen. Politisch allerdings ist Noser in letzter Zeit weniger aufgefallen, zuletzt tat er es mit seiner Forderung nach einem Forschungszentrum auf dem Flughafen Dübendorf. Beat Walti schliesst eine weitere Kandidatur aus Zürich nicht aus. «Wir sind dazu aufgerufen, die besten Kräfte zu melden.» Im Rennen ist nach wie vor Finanzdirektorin Ursula Gut. Sie will nächste Woche entscheiden und sagte gestern: «Es ist Zeit für eine FDP-Frau im Bundesrat.» In der FDP wird auch der Name von Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger genannt, der aber wie Nationalrat und Garagist Markus Hutter bloss minime Chancen hat. Noch nicht entschieden haben sich die FDP-Kronfavoriten Johann Schneider-Ammann (BE) und Karin Keller-Sutter (SG). Die potenzielle Zürcher Bundesratskandidatin der SP, die Winterthurerin Jacqueline Fehr, will ihren Entscheid erst am 26. August bekannt geben. Mit Ueli Maurer (SVP) hat Zürich zwar schon einen Bundesrat. SP und FDP fordern jedoch eine urbanere, weltoffenere Vertretung Zürichs. Bundesratswahl Der rechte CVP-Flügel will mit der SVP zusammenspannen. – Seite 5

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