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Zu einem Drittel «erfolgreich»

16 Mal flatterte die

«Alles gelang wundervoll», hiess es im Premierenbericht der Operettenfestspiele Interlaken in dieser Zeitung. Doch was sich ebenfalls bereits bei der Premiere der «Fledermaus» im Kursaal andeutete, zog sich auch in den 15 folgenden Aufführungen weiter. «Nicht einmal die Hälfte der rund 600 verfügbaren Plätze waren besetzt», notierte der Premierenrezensent als «Wermutstropfen». «Gutes Resultat» Auch Ueli Häsler, der künstlerische Leiter die Operettenfestspiele, Macher und Ziehvater, gibt zu: «Der Vorverkauf ist nicht überbordend gut gelaufen. Es gibt ein Defizit, mit dem wir umgehen müssen.» Häsler spricht von einem «erheblichen Betrag für uns», ohne genaue Zahlen zu nennen. «Aber wir denken, dass wir das auffangen können», sagt er weiter. Einen exakten Wert für die verkauften Eintrittskarten nennt der gebürtige Unterseer ebenfalls nicht. Zwischen 2000 und 3000 Eintritten seien es insgesamt gewesen. Häsler spricht in diesem Zusammenhang von einem «guten Resultat» und verweist darauf, dass die Operettenfestspiele, die erstmals in der Berner Kulturlandschaft aufgetaucht sind, bei Null angefangen hätten. Und doch ergibt der genannte Wert bei 16 Aufführungen eine Auslastung des 600 Plätze fassenden Theatersaals im Kursaal von gerade mal einem Viertel oder maximal einem Drittel. «Wir haben vorsichtig budgetiert, müssen deshalb nicht voll sein», entgegnet Ueli Häsler. Zwar sei die gewünschte Auslastung nicht voll erzielt worden, «aber wir sind zuversichtlich, dass wir das erreichen». Der Macher der Operettenfestspiele denkt bereits an die Fortsetzung, die er im kommenden Jahr auf die Beine stellen will, und zwar am liebsten wieder im Kursaal Interlaken, wieder im Sommer und wieder mit einer ganzen Reihe von Vorstellungen. Häsler: «Wir brauchen eine gewisse Anzahl von Aufführungen, damit der Eintrittspreis erschwinglich bleibt.» Die Frage, ob man weniger Vorstellungen anbiete, die dafür aber besser besucht seien, werde aber noch zu diskutieren sein. «Vielleicht reichen ja zehn.» Der künstlerische Leiter glaubt zudem weiter an den Erfolg seines geistigen Kindes: «Wir sind sehr erfolgreich gestartet, sind sehr zufrieden mit dem professionellen Produkt und der Zuschauerresonanz.» Die seien im Übrigen nicht nur aus dem Oberland, sondern aus der ganzen Schweiz nach Interlaken gekommen, um die «Fledermaus» zu sehen. Auch Touristen hätten die Operette spontan besucht. Gespräche mit Sponsoren Im Hinblick auf das im Sommer sehr umfangreiche Kulturprogramm in der Region zum Beispiel mit Thuner Seespielen und dem Freilichttheater Ballenberg sagt Häsler: «Wir sehen uns als Erweiterung des Angebots, nicht als Konkurrenz.» Schliesslich biete man mit den Operettenfestspielen etwas an, «das es so im Kanton Bern noch nicht gibt: Musikgenuss, gute Unterhaltung und publikumswirksame Stücke.» An diesem Konzept will Häsler indes festhalten. «Positive Gespräche mit Sponsoren», die eine Fortführung der Operettenfestspiele sichern sollen, hätten bereits stattgefunden, so Häsler, der zur besseren Auslastung auch daran denkt, Kundenanlässe von Firmen in das Marketingkonzept aufzunehmen. Claudius Jezella>

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