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Zehn Millionen besser als budgetiert

Obwohl Dübendorf ein Plus von fünf Millionen Franken ausweist, will Finanz- vorstand Martin Bäumle die Steuern nicht senken.

Von Manuel Reimann Dübendorf – Was den Finanzhaushalt ihrer Stadt betrifft, besteht für die Dübendorfer derzeit keine Veranlassung für Sorgenfalten: Sie schliesst die Rechnung 2010 im Plus und nicht wie zunächst angenommen im Minus. Budgetiert war ein Minus von 5,04 Millionen Franken, nun schliesst die Jahresrechnung aber mit einem Plus von 5,54 Millionen Franken ab – also mit einem um 10,58 Millionen Franken besseren Ergebnis. Laut Finanzvorstand Martin Bäumle (GLP) sind die Hauptgründe dafür vor allem massiv höhere Steuererträge, hauptsächlich aus den Jahren 2006 bis 2008, also aus Zeiten vor der Finanzkrise. Auf der anderen Seite hat die Stadt weniger investiert als vorgesehen. Insbesondere im Bereich Tiefbauten unter anderem beim Bahnhof Stettbach und beim Alters- und Spitexzentrum, das sich verzögert. «Es macht die Budgetierung schwierig, wenn sehr viele Projekte angemeldet werden, die dann doch nicht umgesetzt werden», sagt Bäumle. Man müsse berücksichtigen, dass diese Investitionen zwar aufgeschoben, aber nicht aufgehoben seien. «Wir müssen künftig bei der Budgetierung genauer schauen, welche Investitionen machbar sind.» Steuerfuss bleibt gleich Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass in Dübendorf im vergangenen Jahr die Steuererträge 13,76 Millionen Franken über dem Budget lagen. Bei den Ausgaben zeigte sich ein Anstieg von 5,37 Millionen Franken, was 4,1 Prozent entspricht. Im Gegensatz dazu lagen die Erträge (ohne Steuern) lediglich 2,02 Millionen Franken respektive 3,81 Prozent über dem Voranschlag. Zu Beginn des vergangenen Jahres konnte die Stadt nebst liquiden Mitteln von 22 Millionen Franken auch ein Guthaben an die Sekundarschule Dübendorf-Schwerzenbach von 6 Millionen Franken ausweisen. Die Sekundarschulgemeinde hat dieses Darlehen inzwischen zurückbezahlt. Deswegen und weil die Investitionsquote mit 8,5 Millionen Franken (geplant waren 12, 8 Millionen Franken) vergleichsweise tief ausfiel, ist die Liquidität der Stadt erneut angewachsen; per Ende 2010 verfügte man in der Stadtkasse über flüssige Mittel in der Höhe von 33 Millionen. Gleichwohl möchte Bäumle am derzeitigen Steuerfuss von 90 Prozent nichts ändern – noch nicht. «Für 2012 scheint mir eine Senkung noch nicht angebracht. Es fehlen schlicht die genauen Daten, um die Auswirkungen des neuen Finanzausgleichs auf Dübendorf einschätzen zu können. Hohe Ausgaben stehen an Diese Haltung dürfte nicht zuletzt der Tatsache geschuldet sein, dass der Stadt grössere Investitionen bevorstehen: Rund 30 Millionen fürs Alterszentrum und 12 Millionen Franken für die Schulanlage Stägenbuck. Die notwendige Sanierung des Bauhofes würde weitere 2,5 Millionen Franken kosten, wobei auch ein Neubau denkbar ist – mit entsprechend höheren Kosten. «Das alles können wir dank unserer guten Finanzlage aber verkraften», betont Bäumle.

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