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Wolkenbruch kann den Männedörflern die Chilbi nicht vermiesen

Der neue Termin der Kirchweih stösst auf Zustimmung. Einzig das Wetter hat am Wochenende vor den Ferien nicht ganz mitgespielt.

Von Ueli Zoss Männedorf – Kurz vor 20 Uhr setzt am Samstagabend ein Wolkenbruch ein. Der Einsatzbefehl kommt eine Viertelstunde später. Die Feuerwehr Männedorf-Uetikon ist gefordert. Ein Hausbewohner in Uetikon hat einen Wasserschaden gemeldet. Zwei Feuerwehrmänner rücken aus. Allerdings nicht vom gewohnten Standort aus. Sie verlassen vielmehr zügig die Chilbi rund um das Schulhausareal Blatten. Vorbei ist es für die beiden Feuerwehrleute mit dem gemütlichen Abend in der «Füürwehr-Beiz». Wie jedes Jahr hat die Feuerwehr als im Milizsystem organisierter Verein an der Chilbi ihre Zelte aufgeschlagen, diesmal an einem neuen Ort, in der zur Lounge umfunktionierten Aula. Zugchef Ueli Schaerer hatte als Barkeeper hinter der Firefighter-Theke Drinks ausgeschenkt, ehe er sich um anderes kümmern musste. Das sei ein Routineeinsatz, wie er bei solchen Regenmengen vorkomme, sagt er danach. Was ihn mehr freut: Die Gäste befinden sich im Trockenen, und die Beiz ist recht gut besetzt. Gefüllte Festzelte und Stübli Draussen am Raclettestand der Feuerwehr vertreten sich hingegen nur ein paar wenige Leute die Beine. Auch alle andern Schausteller und Marktfahrer, die keinen Schutz vor dem Nass anbieten können, haben einen schweren Stand. Es ist ihnen anzusehen, dass das Geschäft nicht läuft. Gähnende Leere herrscht auch beim Ponyreiten. Am fast regenfreien Freitagabend seien die Leute aber gekommen, sagt Ponybesitzer Robert Greter. Nur wer über einen gedeckten Raum verfügt, findet Zulauf. Im Metzger-Stübli herrscht gute Stimmung. Gleiches gilt fürs Festzelt des FC Männedorf. Das Servierpersonal hat alle Hände voll zu tun. «Am Freitag haben die Leute gegessen, jetzt trinken sie mehr», erklärt OK-Chef Sergej Piattella. Der FC kommt aus dem Feiern nicht raus. Im Rahmen des 50-jährigen Bestehens ist auf Ende August auch ein Plauschspiel zwischen der 3.-Liga-Mannschaft und einem Promi-Team angesetzt. Im Festzelt «seines» Turnvereins anzutreffen ist Thomas Lüthi, Präsident der Chilbi-Kommission. Der SVP-Gemeinderat kümmert sich beim Turnverein Männedorf um die PR-Belange. Der Chilbi-Kommission steht er seit 8 Jahren vor. Er habe im Gemeinderat das Ressort Sicherheit unter sich. Die Chilbi falle darunter, weil es Absperrungen brauche, erklärt Lüthi. Er sei vor allem ein Vereinsmensch, deshalb habe er Freude an der Chilbi. Scharen am Frühschoppen Zusammen mit der Schulpflege und den Ratskollegen beschloss Lüthi, die Chilbi zum ersten Mal vor den Sommerferien durchzuführen. Dies ist den Standmietern entgegengekommen. «Besser früher, als wenn viele Leute schon in den Ferien sind», lautet deren Tenor. Auch der Ablauf änderte sich: Zuvor ging die Chilbi stets am ersten Sonntag im August sowie am Samstag und Montag über die Bühne. Nun war schon gestern Sonntag Schluss. Er habe erste Reaktionen bekommen. Beklagt habe sich über den neuen Termin niemand, sagt Lüthi. Ende August wird die Chilbi-Kommission ein Fazit ziehen und einen Vorschlag für 2011 beantragen. Auf eine Prognose lässt sich Lüthi nicht hinaus. Das neue Konzept hat sich aber offenbar bewährt, schlechtes Wetter hin oder her. Für die abgeänderte Variante machte sich auch Zugchef Schaerer stark. Zu guter Letzt spielt sogar das Wetter mit. Das traditionelle Frühschoppenkonzert am Sonntag mit den älteren Herren Zürcher Harlem Ramblers lockt bei wieder sonnigem Wetter die Männedörfler in Scharen an. Der Regen am Samstagabend bereitet lediglich den Standbetreibern vorübergehend Kundenmangel. Foto: Daniel Kellenberger

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