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Wo einst die Zwerge wohnten

Sagenumwoben ist das Cheesereloch auf der Pfyffe oberhalb des Ottenleuenbads. Einst sollen hier Zwerge gehaust haben.

Ordentlich steil steigt der Weg vom Ottenleuenbad hinauf zum Horbüelpass, der das einstige Kurbad mit dem Laubbachtal und Guggisberg verbindet. Wer ostwärts dem Pfad auf der Krete folgt, kommt gleich noch einmal ins Schwitzen. Doch dann steht plötzlich ein Zwerg am Wegrand. Offenbar gönnt er sich gerade eine Pause, er stützt sich auf seine Schaufel und grinst den Wanderer freundlich und ein wenig verschmitzt an. Die Heimat der Zwerge Der Weg führe jetzt auf der äussersten Kante des Berges ein paar Meter zurück, lässt der Zwerg den Besucher wissen. Nach wenigen Metern schwingt ein weiterer Zwerg die Axt. Er hat offenbar das Holz gehackt, das hier jenen zur Verfügung steht, welche die Feuerstelle benützen wollen. Ein dritter Zwerg sitzt da, wo ein paar Stufen zum Eingang einer Höhle führen. Das Cheesereloch, in dem einst die Zwerge gehaust haben sollen, führt steil abwärts tief ins Erdinnere. Erforscht ist die Höhle bisher nicht, aber manche sagen, sie führe über viele Kilometer bis hinunter nach Thun. Nicht ganz so weit reicht der Panoramaweg, der von Zollhaus an der Warmen Sense über die Pfyffe und die Schüpfeflue bis nach Gurnigelbad führt. Dank vieler Freiwilliger und Sponsoren wurde in den vergangenen Jahren Abschnitt um Abschnitt in Stand gestellt; mit dem kurzen Abzweiger und dem neuen Zugang zum Cheesereloch sind diese Arbeiten nun abgeschlossen. Dank Sponsorengeldern konnten zudem die drei Zwerge aus Eichenholz angeschafft werden. 25 Kilometer lang ist der Weg insgesamt, der höchste Punkt ist auf der Pfyffe auf 1666 Metern über Meer. Bei klarem Wetter bietet der Weg eine herrliche Aussicht vom Jura über das Dreiseenland, dem Feldberg im Schwarzwald und einer Reihe von Alpengipfeln bis zur Stockhornkette. Nur Einheimischen bekannt Am Anfang stand der Auftritt der Region Gantrisch an der BEA. Dies brachte die Leute vom Verkehrsverein Guggisberg auf die Idee, den Panoramaweg um den Abstecher zum Cheesereloch zu ergänzen. «Es ging darum, den Zugang zur Höhle besser zugänglich zu machen», sagt Vreni Bürki vom Verkehrsverein Guggisberg. Bis dahin fanden ihn einzig die Einheimischen. Nicht nur wegen der Höhle lohnt sich der Ausflug ins Gebiet von Guggisberg. Vor zehn Jahren wütete am Südabhang der Pfyffe Sturm Lothar. Man entschied, die Natur sich selbst zu überlassen. Heute sind die grossen Bäume zwar noch nicht nachgewachsen. Doch zu dieser Jahreszeit leuchtet die ganze Gegend rot: Die Früchte der unzähligen Vogelbeerbäume sind reif, und dazwischen verfärbt sich das Laub der Heidelbeeren. Taschenlampe ist wichtig Das Gebiet ist per Postauto ab Riggisberg leicht erreichbar. Dazu bedient der Wanderbus ab Riffenmatt Süfternen und Ottenleuenbad. Der Besuch des Cheeserelochs ist zwar mit etwas Kraxelei verbunden, sonst aber gefahrlos und bis etwa 25 Meter ins Berginnere möglich. Wichtig ist eine gute Taschenlampe. Thomas Uhland>

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