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«Wer gut arbeitet, bekommt auch Lohn»

Nachdem ihn Ex-Angestellte und Gewerkschaft hart kritisiert haben, meldet sich Bauunternehmer Michael Brunner zu Wort.

Ist sich keiner Schuld bewusst: Bauunternehmer Michael Brunner.
Ist sich keiner Schuld bewusst: Bauunternehmer Michael Brunner.
Herbert Rentsch

Herr Brunner, schön, dass Sie wieder aufgetaucht sind.Michael Brunner: Was heisst denn hier «aufgetaucht»? Ich war nie weg.

Ihr Telefon ist aber ausser Betrieb. Hmmhh: Ich musste mir eine neue Nummer zulegen.

Weil Ihnen die Gläubiger auf die Pelle rücken? Das sagen Sie.

Tatsache ist doch: Sie schulden verschiedenen früheren Mitarbeitern noch den Lohn. Wer bei mir gut arbeitet, bekommt auch seinen Lohn.

Dann haben all jene, die jetzt mit der Gewerkschaft Unia Nachzahlungen fordern, schlecht gearbeitet? Ich musste leider einige fristlose Kündigungen aussprechen, das ist richtig. Sie betrafen mehrheitlich Deutsche.

Arbeiten die schlechter? Generell will ich das nicht sagen. Aber bei mir haben die betreffenden Arbeiter viel gemacht, was der Schweizer Baukunst widerspricht. Dazu haben einige unsere Arbeiter verbal attackiert und sogar bedroht. Das geht natürlich nicht.

Sie haben aber auch eine Schweizer Hochbauzeichnerin von heute auf morgen entlassen. Ja, weil sie mir Software gestohlen hat. Ich hab sie angezeigt und gehe jetzt auch zivilrechtlich gegen sie vor.

Da steht Aussage gegen Aussage. Ich sehe der gerichtlichen Auseinandersetzung und auch der mit der Gewerkschaft gelassen entgegen.

Sie wollen die Roggwiler «Kaltenherberge» kaufen und in Bützberg eine Millionenüberbauung realisieren. Gleichzeitig hört man immer wieder, das Wasser stehe Ihnen bis zum Hals. So ein Witz! Okay, wir hatten zeitweise gewisse Probleme, aber die sind jetzt zum Glück gelöst.

Dann haben Sie die Millionen aus Saudiarabien bekommen, von denen Sie immer gesprochen haben? Ja, die sind nun endlich eingetroffen.

Herr Brunner, können Sie uns erklären, warum die Saudis ausgerechnet Ihnen, einem kleinen Bauunternehmer, der schon einmal im Gefängnis war, Millionen geben sollen? Erstens: Ich würde mich nicht als kleinen Unternehmer bezeichnen. Immerhin arbeiten 40 Leute bei mir.

Und zweitens? Die Saudis wissen eben, dass ich etwas vom Bauen und Geschäften verstehe. Ich mache zwar manchmal einen «Seich», aber ich versuche wenigstens etwas.

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