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«Wann kümmern wir uns endlich um die Ursachen des Problems?»

Ausschaffung Auch renitente Nigerianer werden ausgeschafft, TA vom 9. Juli Sichtbare Seite der Gewalt. Was wir sehen, wenn «renitente» Asylsuchende um sich schlagen und von Polizisten verprügelt und gefesselt werden, ist nur die eine, die sichtbare Seite der Gewalt. Die andere, die unsichtbare, aber ungleich viel grössere, ist das immer grösser werdende Wohlstandsgefälle zwischen reichen und armen Ländern im Zuge der weltweiten kapitalistischen Ausbeutungswirtschaft. Und solange diese unsichtbare Form von Gewalt, sprich der Kapitalismus, nicht überwunden wird, werden solche Bilder leider weiterhin an der Tagesordnung bleiben bzw. in immer häufigerem und drastischerem Ausmass diese Tagesordnung bestimmen. Wann endlich kümmern wir uns um die Ursachen des Problems, statt uns mit reiner Symptombekämpfung zu begnügen? Peter Sutter, Buchs SG Geländer durchsägen. Wenn polizeiliches Einschlagen auf eine Person verboten ist, sofern die betreffende Person nicht zuvor auf die Polizei eingeschlagen hat, dann ist es nicht zulässig, dass die Polizei einer Person, die ihr ausgeliefert ist, auf die Hände schlägt, weil sich diese Person an einem Geländer festklammert. Die sich festklammernde Person ist vergleichbar mit jener Person, die, weil sie verhaftet werden soll, sich in einem Zimmer einschliesst. In diesem Fall wird von der Polizei respektive von der Feuerwehr die Tür aufgebrochen. Ein adäquates Handeln im Fall des sich an einem Geländer festklammernden auszuschaffenden Nigerianers wäre gewesen, ein Stück des Geländers beidseits der Hände abzusägen. Der Schutz der Menschenwürde – wie von Artikel 7 der Bundesverfassung verlangt – wäre diesen Aufwand an Spenglerarbeit wert gewesen. Edouard Wahl, Brissago «Die andere Seite der Gewalt ist das grösser werdende Wohlstandsgefälle zwischen reichen undarmen Ländern.» Bei der Ausschaffung von Nigerianern am letzten Donnerstag wurde unter anderem ein Schlagstock eingesetzt . Foto: Schweizer Fernsehen

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