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Volketswil mit 5,5 Millionen im Minus

Trotz eines Millionendefizits will der Gemeinderat den Steuerfuss bei 30 Prozent belassen. Denn noch ist die Eigenkapitaldecke kuschelig weich.

Volketswil. - Gute Nachrichten aus Volketswil: Die Einnahmen aus den ordentlichen Steuern im aktuellen Jahr liegen leicht über den Erwartungen, wie die Politische Gemeinde mitteilt. Das ist einer der Gründe, weshalb der Volketswiler Gemeinderat den Steuerfuss bei 30 Prozent belassen möchte. Dies, obwohl das Minus im Budget 2010 gut 5,5 Mio. Franken beträgt. Veranschlagt sind Ausgaben von 61,85 Mio. Franken gegenüber Einnahmen von 56,35 Millionen. Das Defizit kann durch das Eigenkapital von 21,2 Mio. Franken gedeckt werden.

Das stete Wachstum der Gemeinde verursacht nicht nur zusätzliche Einnahmen, sondern auch Ausgaben. So steigen die Personalkosten an. Teurer werden auch die Zusatzleistungen zur AHV/IV. Gleichzeitig fallen wegen niedrigerer Zinsen weniger Vermögenserträge an.

Gemeindehaus bringt Änderung

Bei den Abschreibungen will die Gemeinde ihre Praxis ändern. Bisher wurden sämtliche Investitionen noch im gleichen Jahr abgeschrieben. Künftig will der Gemeinderat nach «betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten abschreiben», wie es in der Mitteilung heisst. Laut Gemeindepräsident und Finanzvorstand Bruno Walliser (SVP) soll dies vor allem im Hinblick auf die Realisierung des neuen Gemeindehauses geschehen, das voraussichtlich 32 Mio. Franken kosten wird und nach jetzigem Planungsstand im Winter 2013 fertig gebaut sein soll. «Finanzpolitisch wäre es nicht vertretbar, sofort den ganzen Betrag abzuschreiben», hält Walliser fest. Das soll wie andernorts üblich über mehrere Jahre geschehen. Gleichzeitig habe sich die bisherige Praxis der hohen zusätzlichen Abschreibungen als richtig erwiesen. So belasteten die hohen Investitionen der letzten Jahre nun nicht die Rechnung in einer finanziell schwierigen Zeit.

Ohnehin fallen die Abschreibungen 2010 deutlich tiefer aus als im aktuellen Jahr, weil die Gemeinde nur noch halb so viel investiert. Der grösste Posten sind hier die knapp 2,6 Mio. Franken, welche die Politische Gemeinde der Schule für deren 40-Prozent-Anteil an der Gries-Halle zahlt. Es ist dies die letzte Tranche von insgesamt gut 10 Millionen. Ein Betrag, der sich wiederum im Budget der Schule positiv bemerkbar machen wird. (tba)

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