Zum Hauptinhalt springen

Volg zieht Verkaufswagen aus dem Verkehr

Der Versuch mit einem mobilen Laden im Raum Tösstal, Oberland und Winterthur ist gescheitert. Die Kunden blieben aus.

Von Thomas Bacher Gewinn hat der Volg mit dem Verkaufswagenzu keiner Zeit gemacht. Daraus macht Volg-Mediensprecher Reinhard Wolfensberger kein Geheimnis. In den vergangenen zwei Jahren allerdings sei der Umsatz noch einmal um 30 Prozent zurückgegangen. Letztlich hätten immer weniger Kunden das Angebot genutzt. Dazu kam, dass kostspielige Reparaturen am Verkaufswagen anstanden, weshalb der Volg Mitte Dezember 2010 die Handbremse zog und den Dienst einstellte. Während rund dreieinhalb Jahren fuhr der Verkaufswagen auf zwei Touren durch den Raum Tösstal, Oberland und Winterthur. Mit seinen rund 450 Artikeln für den täglichen Gebrauch machte er in zwei Dutzend Aussenwachten und Quartieren ohne Dorfladen halt. Ursprünglich war ein einjähriger Versuchsbetrieb vorgesehen. Bei einem Erfolg war angedacht, das Angebot auf andere Regionen auszudehnen. Dieser Plan wurde zwar bald aufgegeben, das Pilotprojekt aber auf unbestimmte Zeit verlängert. Denn die Verantwortlichen versuchten, den rollenden Dorfladen mit verschiedenen Routenänderungen doch noch in die Gewinnzone zu bringen. Dass der Volg den Betrieb schliesslich einstellte, habe bei den Kunden Enttäuschung ausgelöst, sagt Wolfensberger. Die Leute hätten aber auch Verständnis gezeigt. «Sie haben ja selber gesehen, dass nicht viel gelaufen ist.» Zudem habe man bereits zwei Wochen vor dem Aus über den Entscheid der Volg-Geschäftsleitung informiert und den Kunden in den letzten Tagen als «Trostpflästerli» Einkaufsgutscheine abgegeben. Kaum Bedauern im Volk Die Wildberger hatten nach der Schliessung des Volg-Dorfladens im Jahr 2008 grosse Hoffnungen in den Verkaufswagen gesetzt, der dreimal wöchentlich in der Gemeinde vorfuhr. Gemeindeschreiber Matthias Küng bedauert denn auch, dass dies nun vorbei ist – gerade wegen der älteren und weniger mobilen Menschen. Klagen aus der Bevölkerung habe er aber keine vernommen. Auch bei der Ortsvertretung der Pro Senectute war der Verkaufswagen nie ein Thema.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch