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Unglaub- würdig

Ausgabe vom 11. September «Verdichtung ist im Interesse aller» Es ist ein starkes Stück, wenn Herr Hädener ein Quartier, das sich grossmehrheitlich gegen die vorgesehene gigantische Überbauung Schadaugärtnerei wehrt, quasi des Egoismus bezichtigt. Nun, da sind wir in guter Gesellschaft. Zu den Einsprechern gehören auch die reformierte Gesamtkirchgemeinde Thun und der Berner Heimatschutz. Herr Hädener ignoriert wohl absichtlich die vielen Argumente, die gegen dieses immer noch weit überris-sene Bauvorhaben sprechen, und die ich hier nicht wiederholen mag, weil sie eigentlich allgemein bekannt sind. Ein ausgewiesenes Naherholungsgebiet der Stadt Thun wird übernutzt und verstädtert oder, um etwas konkreter zu werden: verschandelt. Wer sagt, Thun wolle eine «Stadt von Rang» sein? Und mit dem Anspruch auf Urbanität und anhaltendem Wachstum zu argumentieren, tönt mehr als hohl. Thun hat nicht zu wenige, sondern zu viele Einwohner. Dem bevölkerungsmässigen Wachstum verschrieben haben sich heute nur noch diejenigen, die direkt davon profitieren, und einige verblendete Exekutivpolitiker, denen überfüllte Züge, Busse und der tägliche Verkehrsstau in und um Thun egal sind. Bemerkenswert, dass sich Herr Hädener plötzlich darum sorgt, dass Thun sich krebsartig in die Agglomeration hineinfrisst. Dies ist längst geschehen. Von schonender Raumplanung habe ich in den letzten Jahren nichts gemerkt. Und das ehemals unverbaute «Kulturland» ist längst überbaut. Es macht sich aber gut, das weit überdimensionierte Bauvorhaben in der Schadau mit dem Einhalt der fortschreitenden Zersiedelung zu begründen. Es ist aber unglaubwürdig, und die Motive dahinter scheinen mir nicht lauter. Hans SchindlerThun >

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