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«Technischer Architekt» geehrt

Der Architekt Franz Füeg erhält den diesjährigen Kunstpreis des Kantons Solothurn. Der Mitbegründer der «Solothurner

Der Regierungsrat hat die diesjährigen Kunst- und Kulturpreise verliehen. Der Hauptpreis geht an Franz Füeg, der 1921 in Solothurn geboren ist und heute in Zollikon (ZH) lebt: Der Architekt, Mitbegründer der «Solothurner Schule», frühere Professor der EPFL Lausanne und Ehrendoktor der ETH Zürich erhält den mit 20000 Franken dotierten Kunstpreis des Kantons. Glas- und Holzhäuser Im Raum Solothurn ist Füeg mit bemerkenswerten Einfamilienhäusern präsent. In Hessigkofen hat er 1964 ein Glashaus für Stephan Portmann gebaut, den späteren Chef der Filmtage. Der Grundriss ist quadratisch und gerastert, Wohn- und Essraum sowie Zimmer sind um die Küche herum angeordnet. In Feldbrunnen an der Balmfluhstrasse hat Füeg gezeigt, wie der Baustoff Holz modern eingesetzt werden kann; dies war der erste Bau, den er unter eigenem Namen realisiert hat, wie sich Füeg erinnert. Der vielfach Ausgezeichnete sagte gestern, es sei immer eine Freude, einen Preis zu erhalten. «Speziell freut es mich, als Solothurner von Solothurn ausgezeichnet zu werden.» Er ist nach wie vor oft in der Gegend zu Besuch, bei den Kindern oder Bekannten. In Bezug auf ein anderes «Solothurner» Werk – den Dornacherhof in der Solothurner Vorstadt – betont der Architekt, dort seien bei späteren Bauarbeiten wichtige Nuancen verloren gegangen. Leuchtende Kirchenwände In seiner Begründung hält das Kuratorium für Kulturförderung fest, Füeg gehöre zu den Vertretern der «Solothurner Schule». Diese habe basierend auf den Grundsätzen von Mies van der Rohe eine «Architektur des Rationalen und Funktionalen» entwickelt. Zusammen mit den Architekten Fritz Haller, Alfons Barth, Hans Zaugg und mit Max Schlup habe Füeg diese «technische Architektur» vertreten. Zu seinen wichtigsten Werken zählt die Pius-Kirche in Meggen (LU) mit den «leuchtenden» Marmorwänden: Ihre Aussenhülle besteht aus Marmorplatten, die so dünn sind, dass das Sonnenlicht hindurch dringt. Zudem verweist das Kuratorium auf Füegs Tätigkeit als Autor und Dozent an der EPFL Lausanne. pd/fab>

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