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Station Waltikon erhält einen Lift

Die Gemeindeversammlung von Zumikon hat den Einbau eines Lifts bei der Forchbahnstation Waltikon bewilligt. Der Gemeinderat hatte sich dagegen gestellt.

Von Patrick Gut Zumikon – Der Appell von Initiant Walter Weber vor der Gemeindeversammlung Zumikon am Dienstagabend war eindringlich: «Es würde Zumikon gut anstehen, bezüglich Zugang zur Forchbahnstation Waltikon nicht die Kosten-Nutzen-Rechnung in den Vordergrund zu stellen.» Der Bau eines Lifts würde die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs steigern. Zudem würden benachteiligte Mitbürger nicht mehr diskriminiert. Die folgenden Votanten äusserten sich meist positiv zur Initiative. «Wir sind als Gemeinde stark genug, etwas für das Wohl der Schwachen zu tun», sagte Gerda Koch. Hans Keller ergänzte, man habe sich das Problem selber eingebrockt, als es vor Jahren um die Sanierung der Station Waltikon gegangen sei. Diese Suppe müsse man jetzt auslöffeln und die Initiative annehmen. Die Stimmberechtigten sagten mit 72 zu 52 Stimmen Ja zur Initiative. Entgegen der Empfehlung des Gemeinderats. Dieser hatte gegen die Initiative hauptsächlich Kostengründe geltend gemacht. Mit dem Förderprogramm 2012 will die Energiestadt Zumikon Energieeffizienz mit jährlich 100 000 Franken fördern. Die FDP brachte einen Abänderungsantrag ein, der das Programm auf vier Jahre beschränken wollte. Dann müsse der Souverän erneut befragt werden. Der Antrag der FDP unterlag deutlich. Ab 2012 kann in der Gemeinde Zumikon nicht nur für Minergiebauten Fördergeld beantragt werden, sondern auch für besonders energieeffiziente Geräte im Haushalt und elektrisch betriebene Fahrzeuge. Finanzausgleich gegeisselt Die Rechnungen der Politischen Gemeinde und der Schule warfen keine grossen Wellen. Sie wurden ohne Diskussion einstimmig genehmigt. Die Politische Gemeinde hatte mit einem Defizit von 9 Millionen Franken gerechnet. Tatsächlich war es dann ein Verlust von 6 Millionen Franken. Finanzvorstand Thomas Hagenbucher (SVP) kritisierte in seinen Ausführungen vor allem den Finanzausgleich. Während die Steuereinnahmen von 2005 bis 2009 um 26 Prozent angestiegen seien, seien es beim Finanzausgleich im selben Zeitraum 43 Prozent gewesen. «Die Entwicklung geht in die falsche Richtung. Uns bleibt unter dem Strich immer weniger Geld zur freien Verfügung», sagte Hagenbucher. Bei der Schulgemeinde lag die Differenz zwischen dem Budget und der Rechnung gar bei 3,4 Millionen Franken. Statt eines Verlusts von 1,6 Millionen Franken resultierte ein Gewinn von 1,8 Millionen Franken. Massiv höher lagen die Erträge aus dem Vermögen. Sie kamen durch den Verkauf von zwei Kindergärten zustande. Der ganze Betrag musste ins Eigenkapital verbucht werden.

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