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Stadtrat will nicht mehr in Seeuferweg investieren

Das geht aus den Antworten auf Interpellationen der EVP und der GP hervor.

Von Andreas Jäggi Wädenswil – Der Stadtrat hat zwei Interpellationen zum Giessen-Areal beantwortet: Die eine stammte von den Grünen, die andere von der EVP. Beide Interpellationen waren eingereicht worden, bevor der Gemeinderat das Giessen-Postulat der SP ablehnte. Die SP wollte, dass der Seeuferweg auf der Halbinsel direkt den See entlangführt und dass der Weg «in absehbarer Zeit» zum Seeplatz weitergeführt wird. Das geht aus der Antwort auf die EVP-Interpellation hervor: Auch der Stadtrat ist an einer Verbindung zwischen Giessen-Areal und Seeplatz interessiert. Er schreibt: «Diese Seeuferweglücke sollte der Kanton als Nächstes schliessen.» Zwischen dem Aquatica-Gebäude und dem ehemaligen Brauereihafen soll der Weg unmittelbar am Seeufer geführt werden. Zwischen Brauereihafen und Rothus soll er auf Pfählen verlaufen. Wädenswil kann dank der Luxuswohnungen mit höheren Steuererträgen rechnen. Die Stadt erhält ausserdem Grundstückgewinnsteuern durch den Verkauf der Halbinsel. Die Frage nach der Höhe der Einnahmen übergeht der Stadtrat in seiner Antwort. Der Stadtrat will die Grundstückgewinnsteuern nicht für die Verbindung vom Giessen zum Seeplatz einsetzen. Es sei nicht erlaubt, Grundstückgewinnsteuern zweckgebunden zu verwenden. Ausserdem haben Richterswil und Wädenswil bereits freiwillig je 600 000 Franken an das Teilstück zwischen Richterswil und Giessen bezahlt; der Stadtrat will keine weiteren freiwilligen Beiträge an ein kantonales Projekt leisten. Die Verbindung Giessen–Seeplatz dürfte 2,4 bis 4,8 Millionen Franken kosten. Interpellant Tobias Mani zeigte sich gestern erfreut, dass auch der Stadtrat die Verbindung Giessen–Seeplatz als wichtig erachtet. Er sei aber enttäuscht, dass die Stadt den Ball beim Kanton lassen?wolle. Er fordert, dass das Projekt stärker forciert wird. Ganz ohne finanzielle Beteiligung werde das wahrscheinlich nicht gehen, sagt Mani. Aus der Antwort an die Grünen geht Folgendes hervor: In den Verhandlungen mit dem Investor, der Peach Property Group, habe der Stadtrat die Strategie verfolgt, die Halbinsel teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Einige Bauten wurden zu kantonalen Denkmalschutzobjekten aufgewertet. Andere, laut Stadtrat weniger wertvolle, Gebäude würden ersetzt. Diese würden aber ohnehin den heutigen Schall- und Lärmschutzauflagen nicht mehr genügen. Ob sich die Peach Property Group auch am Weg zwischen Giessen und Seeplatz beteiligen wird, ist noch offen. Der Stadtrat betont, dass der Investor bereits den Seeuferweg auf dem gesamten Areal der Halbinsel Giessen finanziert und damit noch über die Forderungen im Gestaltungsplan hinausgeht. Für das Bootshaus des Seeclub Wädenswil inklusive umliegenden Geländes wurde ein Baurecht sichergestellt. Damit ist der Verbleib des Seeclub für die nächsten 50 Jahre garantiert. Die Grünen waren gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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