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Spiez enteilt der Konkurrenz

Spiez hat den SC Worb 5:0 besiegt. Er steht nach wie vor ohne Verlustpunkte da – und folgerichtig an der Spitze. Neuerdings alleine.

Spiez – Worb war eine einseitige Angelegenheit. Die Gäste verfügten nicht über die Mittel, um die glänzend besetzten Oberländer in Verlegenheit bringen zu können. Diese operieren in dieser Spielzeit offenbar mit Vorliebe mit langen Bällen. Damit lancieren sie die Offensivabteilung, an deren Klasse keine Mannschaft dieser Liga herankommt. Patrick Walter und Oliver Wymann, die beiden Stürmer, wurden ergänzt von Cyrill Baumann. Der Thuner spielte gleich dahinter als Regisseur klassischer Art. «Auf dieser Position kann ich meine Stärken ausspielen.» Sprich: die Übersicht. Baumann war auch ein Gefahrenherd, ein Energiebündel, das nur schwer zu stoppen war. Er scheint sich einiges von Alex Frei abgeschaut zu haben, seinem Vorbild. Der Captain der Nationalmannschaft hauste während seines Militärdienstes in Thun bei der Familie Baumann. Unterricht bei Frei Cyrill Baumann verrät: «Frei schlief in meinem Bett.» Übel hat er es ihm nicht genommen. Frei war damals schon Profifussballer und bat Klein-Baumann einige Male zum Privattraining, wie dieser erzählt. «Aber oft kam es nicht dazu. Alex war sehr beschäftigt.» Jedenfalls hat Frei ihm einiges beibringen können. Auch Baumann hat die Fähigkeit, die Mitspieler mit guten Pässen zu versorgen. Er schiesst wie Frei ausgezeichnet Freistösse und Eckbälle. Und auch Baumann macht sich während eines Spiels nicht nur Freunde. Er ist ein Schlitzohr – ein «Spitzbueb». Hübsche Tore Der 18-Jährige stiess im Winter zu den Spiezern. Bis dahin hatte er im Nachwuchs des FC Thun gespielt. «Natürlich hege ich weiterhin den Traum vom Profifussballerdasein. Aber es dürfte schwierig werden.» Nun, gegen Worb brillierte Baumann. So war er Torschütze zum schönen 3:0. Wymann hatte Simon Deckart eingesetzt. Dieser flankte in die Mitte, wo Baumann stand. Und der brachte den Ball gefühlvoll im Tor unter. Deckart war bereits Vorlagengeber beim 1:0 gewesen, und auch das war prächtig. Reto Gerber schlug in David-Beckham-Manier einen Diagonalpass auf Deckart. Der legte auf für Walter, und der traf. «Ein, zwei ordentliche Pässe – mehr habe ich nicht auf die Reihe gekriegt», resümierte Gerber mit einem Augenzwinkern. Die Spiezer waren zu Scherzen aufgelegt. Gut, dazu hatten sie allen Grund. Durch den erneuten Sieg sind sie alleiniger Spitzenreiter. Die Statistik nach fünf Partien: 18 Tore, 3 Gegentreffer. Erstklassige Werte. Stephans und Stefan Das Spiel war zu einseitig, als dass man sich noch Monate daran erinnern würde. Stephan Vetsch aber wird dies bestimmt tun. Die Begegnung war die erste 2.-Liga-Partie, die er leitete. Der 21-Jährige wurde assistiert von Stephan von Flüe und Stefan Horisberger – und pfiff ausgezeichnet. Adrian Horn >

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