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So entstehen Skulpturen

In der Altstadt von Büren findet ab heute zum dritten Mal eine Freilicht-Ausstellung mit Skulpturen statt.

Der Bürener Andreas Fiechter ist Steinbildhauer und Initiant des Bildhauersymposiums in Büren. Seit 2006 positionieren sich acht bis zehn Künstler im Zweijahresabstand in der Altstadt von Büren und bearbeiten öffentlich Stein, Holz, Kunststoff. Die Besucher dürfen zuschauen und Fragen stellen: «So erleben die Menschen, wie Skulpturen entstehen, und wir haben eine Plattform, um unsere Arbeit vorzustellen, darüber zu reflektieren.» Jene, die mitmachen schätzten es, sich mit den Besuchern zu unterhalten, ihre Rückmeldungen entgegenzunehmen. «Und für die Bildhauer, die meist einsam im Atelier arbeiten, ist es eine schöne Sache, rauszukommen.» Kunst und Kunsthandwerk Einige Steinbildhauer verstehen sich als Künstler, andere möchten das bewusst das Handwerk fördern. Fiechter wird oft darauf angesprochen, ob er nun eine Kunstausstellung mache oder eine Vorstellung der Berufe rund um das nutzbezogene Bearbeiten von Materialien beabsichtige. Es sei am ehesten beides, meint er. Er selbst unterscheidet in Bezug auf sich selber zwischen «Gemütsauftrag und Brotauftrag». Wer es sich leisten könne, sich _neben der Brotarbeit der freien Kunst zu widmen, könne von Glück reden. Er selbst fertigt Kunstwerke, wann immer es ihm die Zeit erlaubt. Das Freilichtatelier während den vier Wochen ab morgen Samstag sei eine Gelegenheit, die Grenzen zwischen Kunst und Handwerk auszuloten. 21 Bildhauer machen mit, viele das erste Mal, wie der Glaskünstler Marc Boder aus Grenchen. Der bekannte Schnottwiler Steinbildhauer und Künstler Marc Reist beschäftigt sich mit der _Linie in der Skulptur. Einige Auswärtige waren schon mehrmals Gast in Büren, wie Judith Franke und Mirjam Ziörjen, oder haben durch Ausstellungen in der Galerie Artis einen Bezug zur Stadt, wie Renato Christen und Sergio Pagliai. Die Bildhauer kennen sich oft von anderen Symposien. Werbung und Austausch Der Anlass, den das mittlerweile sechsköpfige OK organisiert, ist eine Art Werbung für die Produkte; die Bildhauer stellen sich und ihre Arbeitsweisen vor. Manchmal ergeben sich daraus Aufträge. Dies stehe aber nicht an erster Stelle. Es sei auch ein wichtiger Erfahrungsaustausch für die Künstler selber, weil man doch sehr alleine arbeite, gibt Fiechter zu bedenken. bt Skulpturenausstellung, bis 20. September. Vernissage: Samstag, 22. August, ab 17 Uhr vor der Galerie Artis, Büren. >

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