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Sie holen die Dampfer nach Thun

Von heute bis Sonntag dampfen Boote vom

Wer hat den grössten Dampfkessel? Wo treibt man Ersatzteile auf? Wie hält man das Boot in Stand? Solche Fragen besprechen zehn Besitzer von Dampfbooten von heute bis Sonntag beim Bootshafen im Thuner Strandbad. Neun Schweizer und ein deutscher Besitzer reisen heute mit ihren Vehikeln an, die Namen wie «Fünkli», «Dämpfli» oder «Arethusa» tragen. Es ist das dritte Treffen in Thun nach 1996 und 2004, diesmal allerdings in abgespeckter Form, wie Mitorganisator Willy Walter aus Leissigen erklärt: «Bereits 2004 war es schwierig, Sponsoren zu finden. Diesmal geht vieles auf eigene Rechnung und eigenes Risiko.» Neben den Dampfbooten, auf denen 20- bis 30-minütige Passagierfahrten für Spenden angeboten werden, gibt es weitere Attraktionen wie etwa ein Dampfkarrussel. Ein dampfbetriebener Traktor wird Passagiere auf Anhängern über das Festgelände im Strandbad ziehen. Eine Dampfküche sorgt für das leibliche Wohl. Der Eintritt ist gratis. Schweizweit über 20 Besitzer «Die Idee zu diesem Treffen hatte ich bereits im März, doch an einem internationalen Dampfboottreffen in Berlin diesen Sommer wurde ich davon beflügelt», sagt Initiator Werner Voegeli, der aus dem neuenburgischen Les Laundres angereist ist. In zwei Monaten wurde das Treffen zusammen mit Willy Walter und Jürg Meier aus Hünibach auf die Beine gestellt. Der Kontakt mit Thun kam über den Berner Peter Creola zu Stande, der auf dem Thunersee das Dampfboot «Fünkli» betreibt. Der Verein Schweizer Dampfbootfreunde ist überschaubar: In der Schweiz gibt es nur etwas mehr als 20 Dampfbootbesitzer. Das Boot von Werner Voegeli ist fünf Meter lang und zwei Meter breit. «Ich schiebe ein paar Scheite Holz rein, und schon kann ich sechs Personen befördern», beschreibt Voegeli die Faszination. «Die alte Technik ist noch begreifbar, man sieht, was passiert. Im Gegensatz etwa zum heutigen Auto», führt Willy Walter aus, und führt für den Dampfantrieb den Begriff der «industriellen Archäologie» an. Die alte Dampftechnik sei sehr präzise und beständig, so fahre etwa die «Blümlisalp» noch mit den Originallagern von 1906. Für die 10 Boote haben die Organisatoren 800 Kilogramm Kohle und drei Kubikmeter Holz herangekarrt. Voegeli freut sich: «Das Wetter soll laut Prognosen glücklicherweise mitspielen.» Pascal Kupper >

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