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Reithalle bleibt erst mal stehen

Ein Rekurs blockiert die Reithallen-Überbauung in Rüschlikon. Dies überrascht die Baugenossenschaft, denn bisher fand das Projekt grosse Zustimmung.

Von Daniel Stehula Rüschlikon – Das Projekt «Zahlbare Wohnungen in Rüschlikon» hat einen Rückschlag erlitten. Seit ein Nachbar Rekurs eingelegt hat, bewegt sich auf dem Areal der alten Reithalle nichts mehr. Über dem baufälligen Gebäude mit den eingeschlagenen Fensterscheiben weisen wieder Baugespanne aus, was hier einmal entstehen soll. Wann auf dem Grundstück zwischen Bahnhofstrasse und Pilgerweg Wohnraum gebaut wird, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Wäre alles planmässig abgelaufen, hätten die Bauarbeiten im April oder Mai begonnen. Ruedi Schellenberg, Präsident der Baugenossenschaft Rüschlikon, trägt den Rekurs mit Fassung. Seine Genossenschaft will auf dem Reithallen-Areal 25 Wohnungen bauen, die dem Wunsch des Rüeschliker Gemeinderats nach zahlbaren Mieten entsprechen. Die Gemeinde hat das Land im Baurecht an die Genossenschaft abgegeben. Schellenberg sagt: «Wir verlieren Zeit, und es kostet Nerven und Geld.» Dennoch sei aus heutiger Sicht nicht mit einer deutlichen Anhebung des Mietzinses zu rechnen. Doch der Aufwand sei grösser als angenommen. Die Baugenossenschaft musste sich einen Anwalt nehmen, und die Kosten für die Planer steigen. Der Streit beginnt erst Das Baurekursgericht hatte vor Ort einen Augenschein genommen. «Dabei hat sie mündlich festgehalten, dass sie den Rekurs nicht gutheissen wird», sagt Schellenberg. Der Rekurrent hätte da die Möglichkeit gehabt, seinen Rekurs zurückzuziehen. «Das hat er nicht getan», sagt der Baugenossenschaftspräsident und geht davon aus, dass nach dem schriftlichen Entscheid des Baurekursgerichts Mitte August der Nachbar seinen Rekurs zur nächsten Instanz weiterzieht. Dies ist das Verwaltungsgericht. Schellenberg sagt, der Rekurs sei unerwartet gekommen. Denn bisher hatte sich kein Widerspruch geregt. Die Genossenschaft suchte den Kontakt mit dem Rekurrenten. Laut Schellenberg wollte sie Hand bieten – die Bedingungen des Nachbarn konnte oder wollte sie aber nicht akzeptieren.

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