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Post kauft sich den Weg frei

Ulrich Buchschacher hat die Beschwerde gegen den Neubau der Schanzenpost zurückgezogen. Im Gegenzug erhält er von der Post Geld, um eines seiner

Das Wichtigste vornweg: Dem Neubau der Schanzenpost steht nichts mehr im Weg. Berns Stadtpräsident Alexander Tschäppät atmet auf. «Der Post-Hauptsitz bleibt definitiv in der Hauptstadt», sagt er. Für den Wirtschaftsstandort sei diese Nachricht von enormer Wichtigkeit. «Arbeitsplätze bei der Post, bei Postfinance oder den Bundesbahnen sind krisenresistent.» Vor wenigen Wochen noch hatte die Post damit gedroht, ihren Hauptsitz aus Bern wegzuzügeln (wir berichteten). Der Grund: Immobilienverwalter Ulrich Buchschacher blockierte mit einer Beschwerde, die er bis vor Verwaltungsgericht zog, den 300 Millionen teuren Neubau der Schanzenpost. Erfolgreich verhandelt Nun hat Ulrich Buchschacher die Beschwerde zurückgezogen – nach mehreren Verhandlungsrunden mit der Post. Diese fanden teilweise bei Stadtpräsident Alexander Tschäppät statt, der sich als Vermittler eingeschaltet hatte. «Das Ziel meiner Beschwerde war es, die Post und die Berner Stadtverwaltung für die Aufwertung des Merkurgässlis zu gewinnen», sagt Buchschacher. Dieses Gässli erschliesst die Rückseite seiner Liegenschaft an der Laupenstrasse 4. Buchschacher gibt unumwunden zu: «Nebst einem Mehrwert für die Öffentlichkeit wird auch meine Liegenschaft eine Wertsteigerung erfahren.» Der Beschwerdeführer hat sein Ziel erreicht: Als Gegenleistung für den Rückzug erhält Ulrich Buchschacher von der Post eine ungenannte Geldsumme, um seine Pläne zu verwirklichen. Auch Tschäppät sagt: «Wir haben ihm unsere Unterstützung für die Aufwertung des Gässlis zugesagt.» Neue Shoppingmeile «Ich will das Merkurgässli vom Hinterhof-Image befreien», sagt Buchschacher. Denn bisher sei dieses in der Planung der Schanzenpost vernachlässigt worden. Ideen für die Aufwertung reichen von einer Passerelle bis hin zu einer Shoppingmeile. «Das Gässli ist aus städtebaulicher Sicht ein wichtiger Ort mit grossem Potenzial», sagt Buchschacher. Denn nach dem Neubau der Schanzenpost würden Bahnreisenden über einen Abgang direkt von der «Welle» ins Merkurgässli gelangen. Eine Shoppingmeile könnte zur Goldgrube werden. und neues Hotel in Bern? Ab 2014 beziehen 1600 Personen die Büros im neuen Post-Hauptsitz beim Bahnhof. Der Neubau soll laut Medienmitteilung der Post im Jahr 2011 beginnen. Etwa sieben Prozent der Gesamtfläche von 80000 Quadratmetern werden weitervermietet. «Zum Beispiel an Lebensmittelgeschäfte», sagt Post-Mediensprecher Mariano Masserini. Der aktuelle Post-Hauptsitz in der Schönburg steht ab dann zum Verkauf bereit. «Das ist eine weitere Chance für die Stadt Bern», sagt Tschäppät. «Der Gemeinderat wünscht sich dort ein Hotel und Wohnraum.» Dieser Wunsch dürfte erfüllt werden: Zwar bestreitet die Post die Gerüchte, aber trotzdem werden sie in Bern fleissig weitererzählt. Demnach wird der Totalunternehmer Losinger die Schönburg kaufen und dort ein Hotel für gehobene Ansprüche mit Wellnessbereich bauen. Tobias Habegger >

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