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Ohne Doumbia, bald mit Doubai

Das eine YB-Supertalent, Seydou Doumbia, fehlt

Seydou Doumbia hier, Seydou Doumbia da, Seydou Doumbia überall – selbst wenn er mal nicht spielen kann, wie morgen gegen Sion, beherrscht der YB-Stürmer die Schlagzeilen. Weil er im Ausland ein begehrter Fussballer ist. Weil Gerüchte und Fakten um Doumbias Zukunft medial vermischt und aufgebauscht werden. Und weil sich Vladimir Petkovic Gedanken machen muss, wie er seinen besten Spieler am Sonntag ersetzen will. Der YB-Trainer sagt: «Vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn Doumbia einmal pausieren kann. Der ganze Rummel um seine Person ist nicht immer angenehm für ihn.» Nach seiner gelb-roten Karte am letzten Sonntag in Luzern ist Doumbia für eine Partie gesperrt, und Petkovic sagt, er habe noch nicht entschieden, wer für den Ivorer im Sturm spielen wird. «Drei, vier Möglichkeiten» gebe es, sagt der Trainer und erwähnt die jungen Offensivspieler Alexandre Pasche, Youssouf Traoré und Christian Schneuwly als mögliche Kandidaten im Sturm. In einer Woche beim FCB Der Hype um Seydou Doumbia hat in den letzten Tagen beinahe unwirkliche Züge angenommen, Gebote in der Höhe von 15 Millionen Franken sind für einen Angreifer in der Schweizer Liga eigentlich unfassbar – zumal Doumbia, letzte Saison als Edeljoker Torschützenkönig, streng genommen erst seit sechs Runden Stammspieler bei den Young Boys ist. «Das ist ein Theater. Wir haben immer gesagt, dass wir Doumbia nicht abgeben wollen», sagt Petkovic leicht genervt. Der Trainer will Doumbia besser schützen, und am Donnerstag hat er diese Absicht gleich tatkräftig in die Tat umgesetzt, als er den 21-jährigen Stürmer während eines Gesprächs mit einem Boulevardjournalisten energisch wegzog. Es herrscht gerade ein bisschen Aufregung bei YB, und vielleicht ist es ganz gut, geht es am Sonntag wieder um Punkte. Die Young Boys liegen nach sechs Runden bereits sechs Punkte vor dem Tabellenzweiten Luzern (man könnte es in den letzten, turbulenten Tagen beinahe vergessen haben), gegen Cupsieger Sion soll die glänzende Ausgangslage verbessert werden – und eine Woche später kommt es in Basel zum Duell gegen den schwach gestarteten Titelfavoriten FCB. «Uns stehen bis Ende August zwei sehr wichtige Spiele bevor», sagt der Trainer. «Und ich bin überzeugt, dass die Spieler konzentriert genug sind, um sich vom Trubel um Doumbia nicht ablenken zu lassen.» Der Ausfall Doumbias für das Heimspiel gegen Sion zeigt, wie schmal die Berner in der Offensive derzeit personell besetzt sind. Doubai braucht noch Zeit Bereits wieder voll im Training ist Thierry Doubai, die aussergewöhnliche Mittelfeldbegabung wird zweifellos eine Verstärkung darstellen. «Er braucht nach zwei Kreuzbandrissen aber Zeit», sagt Petkovic. «Und er wird diese Zeit von uns erhalten.» In der Länderspielpause Anfang September soll Doubai in zwei Testspielen eingesetzt werden. Der 21-jährige Doubai brillierte in der vorletzten Saison. Vor seinem ersten Kreuzbandriss (in Sion) im April 2008 war der Ivorer – wie heute Doumbia – von zahlreichen ausländischen Vereinen beobachtet worden, der Marktwert schnellte auf rund 10 Millionen Franken. Bei YB freut man sich auf das Zusammenspiel der Freunde Doubai und Doumbia. Fabian Ruch>

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