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Migros mischt den Glacemarkt auf

Für Glaces der Migros-Marke I Gelati zahlen Badi-Kioske im Einkauf durchschnittlich 20 Prozent weniger als für die Produkte der Konzerne Nestlé und Unilever. Die Konsumenten profitieren davon nicht.

Von Romeo Regenass Im Glacemarkt haben Migros und Coop mit ihren Eigenmarken die Nase vorn, dahinter folgen Nestlé (Frisco, Mövenpick) sowie Unilever (Magnum, Lusso). Im Impulsgeschäft, bei Cornets, Stengeln und Bechern in der Badi oder an der Tankstelle, haben jedoch die Konzerne mit ihren Marken das Sagen. Fast zeitgleich gingen vor einigen Jahren die Migros und der Milchverarbeiter Emmi an den Start, um das Quasi-Duopol zu brechen. Die Migros grenzt sich dabei bewusst von eigenen Marken ab und setzt auf Italianità: I Gelati heisst auf Italienisch «die Glaces». Das Eis aus dem Industriebetrieb Midor in Meilen ist gemäss Eigenwerbung preislich «durchschnittlich 20 Prozent oder mehr unter dem Angebot der Mitbewerber». Badis brauchen hohe Margen «Der Preisvorteil war neben der Qualität und dem Lieferservice der Grund, weshalb wir nach der Testphase vor fünf Jahren zur Migros-Marke wechselten», sagt Bernard Kohli von der Abreise AG, welche die Kioske im Zürcher Flussbad Unterer Letten und in der Seebadi Oberrieden betreibt. «Als saisonaler, wetterabhängiger Betrieb haben wir hohe Fixkosten und brauchen Produkte mit hohen Gewinnmargen.» Für Produkte von Unilever oder Nestlé zahle man im Einstand zu viel, «da reicht die Marge nirgends hin.» Ein Cornet, das im Einkauf 1.70 Franken kostet, ist am Kiosk mit 3.50 angeschrieben. Der Becher Caramel Soft Ice für 1.70 geht für 4.50 über die Theke. Und für das Kindercornet Kiddy-Star, das im Prospekt für 1.10 angeboten wird, zahlen die Badibesucher 2.50.Trotz Einkaufsvorteil sind die Preise etwa auf dem Niveau von Marken-Glaces in anderen Badi-Kiosken. Kohli streitet dies nicht ab, weist aber auf die Fixkosten hin. «Letzes Jahr war die Letten-Badi ein Viertel der Saison wegen Hochwasser geschlossen, hinzu kamen die üblichen Schlechtwettertage.» Dennoch erwarte der Vermieter Stadt Zürich den Mietzins, dieses Jahr 19 000 Franken.I Gelati gibt es auch in den Shops von Migrolino, nicht aber in den Kiosken der Valora. Nach dem Ende der Kooperation bei den Avec-Shops zerschlugen sich entsprechende Hoffnungen.Emmi erreichte mit seinen Verkäufen 2010 einen Gesamtmarktanteil von etwas unter 4 Prozent, macht aber laut Sprecherin Sibylle Umiker die Hälfte ihres Umsatzes im Glacegeschäft mit 4-Liter-Bidons für die Gastronomie. Auf den geplanten Export verzichtet Emmi «bis auf weiteres».Bei Nestlé kann Frisco laut Sprecher Philippe Aeschlimann seit Anfang Jahr ein Wachstum von über 10 Prozent verzeichnen. «Dank des schönen Wetters verkauften Kioske und Schwimmbäder besonders viel Glace.» Die Limited Editions von Mövenpick habe man bereits mehrmals nachproduzieren müssen.Auch Unilever ist laut Sprecher Markus Abt «gut unterwegs», und auch hier laufe das Geschäft an Kiosken, Schwimmbädern und Tankstellen sehr gut. Überdurchschnittlich gut verkauften sich das Leaderprodukt Magnum und die besonders bei Jungen beliebte Premium-US-Marke Ben and Jerry’s. «Dies ist der Artikeltext. Er wiederholt sich jetzt mehrfach. Ein Weiterlesen ist nicht erforderlich.» Vorname Name Bildlegende. Foto: Vorname Name, Agentur Kaufen die Badis bei der Migros ein, können sie bei den Glaces deutlich höhere Margen draufschlagen. Foto: Walter Bieri (Keystone)

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