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Mehr als erwartet: 15 Tonnen

Die Armee hat in dieser Woche in Kandersteg und dem Sustengebiet rund

Adjudant Hans-Peter Minnig gibt seinen Mannen die letzten Instruktionen für den letzten Aufräumtag im Sustengebiet. Es ist Freitagmorgen, halb neun Uhr, die Sonne reckt sich langsam hinter den Gipfeln hervor. Seit zwei Wochen bestreitet eine WK-Einheit im Oberland eine besondere Aufräumaktion: Auf Schiessplätzen in Kandersteg und dem Sustengebiet haben die Männer tonnenweise verschossene Munition zusammengetragen. Per Helikopter wurde der militärische Sondermüll aus dem unwegsamen Gebiet geflogen, gestern von der Wendenalp nach Gadmen. Mehr als erwartet «Wer Campieren geht, sollte seinen ‹Küder› auch wieder mitnehmen», meint Minnig, während er das Treiben überblickt. «Genau so macht es die Armee.» Rund 15 Tonnen Material habe man insgesamt gesammelt. «Die zurückgehenden Gletscher legen laufend längst vergessene Munitionsreste frei», erklärt Minnig. Deshalb sei man auf mehr Müll gestossen als erwartet. Allein auf der Wendenalp wurden acht bis zehn Tonnen Munitionsreste gefunden. Entsprechend waren gestern auch gleich zwei Hubschruaber des Typs Alouette III im Einsatz. Erste Priorität: SIcherheit «Auf der Alp wird die Munition vorgängig kontrolliert», erklärt Minnig. Blindgänger würden von einem Experten gesprengt. Bevor der Müll beim Landeort der Helis auf Paletten verfrachtet wird, stellt nochmals jemand vom Kompetenzzentrum Kampfmittelbeseitigung und Minenräumung (KAMIR) sicher, dass vom Material keine Gefahr mehr ausgeht. «Sicherheit hat natürlich oberste Priorität», sagt Minnig. Deshalb habe er auf eine Räumung auf dem Gletscher selbst verzichtet; «Es hat sich kein Bergführer gefunden, der uns begleitet hätte.» Mit der Arbeit «seiner» fünf WK-Soldaten sei er äusserst zufrieden, meint der Adjudant. «Was die geleistet haben ist wirklich Knochenarbeit». Es habe sich aber ein lobenswerter Teamgeist gebildet. «Sie sind sogar freiwillig bereit, einen ähnlichen Einsatz auch nächstes Jahr zu leisten», freut sich Minnig. Eine Woche haben die Soldaten aber noch vor sich: Ab Montag steht die Entrümpelung des Gurnigelgebiets an. Nik Sarbach >

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