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Matthias Sempach schwang obenaus

Mit seinem Sieg auf der Lueg hat Matthias Sempach (23) alle fünf zum Kärcher-Cup gehörenden Schwingfeste gewonnen.

Beim 64.Lueg-Schwinget besiegte Matthias Sempach im Schlussgang seinen älteren Bruder Stefan nach sechseinhalb Minuten mit Brienzer. Als erster Schwinger hat der Kilchberg-Finalist des Vorjahres damit alle fünf zum Oberaargauer Kärcher-Cup zählenden Schwingfeste in einer Saison gewonnen. Es war bereits das dritte Bruderduell in einem Schlussgang während der laufenden Saison – jedes Mal hat der Jüngere gewonnen. «Es ist ja nicht so, dass Stefan vom Talent oder den technischen und körperlichen Voraussetzungen her benachteiligt wäre», sagt Matthias, «aber er hat mit Studium, Auslandaufenthalten und Militär seine Schwerpunkte anders gelegt. Ich setze, seit ich 18-jährig bin, alles auf die Karte Schwingen.» Trotz Bruderschaft schenken sich die beiden Sempachs im Kampf nichts: «Matthias ist ein Gegner wie jeder andere für mich – ich bin darum auch offensiv wie immer angetreten», stellt Stefan Sempach klar. Wohl wissend, dass für seinen Bruder viel auf dem Spiel stand. Natürlich sei der Erfolg nicht vergleichbar mit einem Bergfestsieg, aber trotzdem «etwas Aussergewöhnliches», so Sieger Matthias Sempach nach einer eher durchzogenen Saison. Vor Zäziwil auf Rang 1 Versüsst wurde Matthias Sempach das Saisonende durch das Schlussresultat im Kärcher-Cup: Der Schwingklub Kirchberg mit beiden Sempachs distanzierte die nächsten Verfolger aus Zäziwil deutlich. Der Beste aus dem Zäziwiler Team war auch derjenige, der auf der Lueg gefährlich nahe an Matthias Sempach herankam. Lediglich einen Viertelpunkt hinter dem Festsieger klassierte sich Christoph Wälti, der sich heuer zwei Mal in die Kranzränge geschwungen hatte, auf dem zweiten Rang. Im Anschwingen allerdings hatte sich Wälti Stefan Sempach gleich im ersten Zug beugen müssen. Noch bis Frauenfeld Demselben Gegner beugen musste sich auch Christian Bürki im vorentscheidenden fünften Durchgang. «Da bin ich gegen Stefan zu offensiv in den Kampf gegangen», übte er Selbstkritik. Der langjährige Emmentaler Kranzsammler will noch bis zum «Eidgenössischen» in Frauenfeld im nächsten Jahr weitermachen, sofern seine Schulterverletzung genügend auskuriert werden kann. Ein eidgenössischer Kranz fehlt Bürki noch. Wieder ein Trumpf Nach einer langen Durststrecke für die einheimischen Burgdorfer Schwinger bewies Tobias Siegenthaler, dass die Emmestädter im Hinblick auf das «Eidgenössische» 2013 wieder ein Eisen schmieden. Siegenthaler klassierte sich direkt hinter Bürki im fünften Rang. «Ich bin sehr stolz auf diese Klassierung, stolz vor allem auch, dass ich meine beste Leistung am Tag des Rücktritts meines Klubkollegen Samuel Gehrig abrufen konnte.» pszResultate Seite 20>

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