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Mädchen in Schacht geworfen

Nach der Rettung eines schwer verletzten Mädchens aus einem Abflussschacht steht die deutsche Polizei vor einem Rätsel.

Bislang gebe es keinen Hinweis, wer die neunjährige Kassandra in Velbert bei Essen in den Schacht geworfen habe, berichtete gestern die Polizei. Hinweise auf ein Sexualdelikt gebe es nicht, sagte der Leiter der Mordkommission, Wolfgang Siegmund. Das Mädchen sei vollständig bekleidet gewesen. Die Schülerin habe mit schweren Verletzungen und deutlicher Unterkühlung mehrere Stunden im Schacht gelegen. Der Kanal sei mit einem 30 bis 40 Kilogramm schweren Dohlendeckel verschlossen gewesen. Kassandra war von einem Spürhund gefunden worden. Weil das Kind in einer Essener Klinik in ein künstliches Koma gelegt wurde, konnte es noch nicht angehört werden. Das Mädchen schwebe nicht mehr in Lebensgefahr, sagte Siegmund. «Nach 10, 15 oder 20 Stunden wäre das Kind jedoch verstorben.» Versuchtes Tötungsdelikt Der zuständige Staatsanwalt Heribert wertet das grausame Verbrechen als versuchtes Tötungsdelikt. Da der schwere Deckel wieder auf den Schacht gelegt worden sei, müsse der Täter davon ausgegangen sein, dass das Kind in seiner aussichtslosen Lage stirbt. Jugendtreff besucht Das Mädchen sei am Montag in einen Jugendtreff gegangen, in dem es an diesem Nachmittag das einzige Kind gewesen sei, berichteten die Ermittler. Zuletzt sei Kassandra dort gegen 17.30 Uhr gesehen worden. Im Schacht entdeckt wurde die Neunjährige erst nach 1 Uhr in derselben Nacht.dpa>

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