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«Kosten tiefer als angenommen»

Wie viel bezahlt eine

Letztes Jahr haben im Kanton Bern 1900 Personen weniger Sozialhilfe bezogen als im Vorjahr. Pro Person, die auf Unterstützung angewiesen war, wurden jedoch sechs Prozent mehr an Geldern ausbezahlt, nämlich rund 800 Franken pro Monat. Dies teilte der Kanton Bern vergangene Woche mit (wir berichteten). Eine vergleichende Übersicht der Jahre 2006, 2007 und 2008 über die Entwicklung der Kosten pro Person, Amtsbezirk und Jahr zeigte auf, dass die Nettokosten in Saanen im Vergleich um Tausende von Franken höher waren. Der Kanton Bern erklärte die ausserordentlich hohen Kosten für den einzelnen Sozialhilfeempfänger der Gemeinde Saanen im Jahr 2008 damit, dass es zu Verzögerungen bei Versicherungsleistungen gekommen sei. Die Gemeinde Saanen jedoch gibt auf Anfrage hin andere Gründe an. «Aus nicht nachvollziehbaren Gründen wurde in der Statistik im Saaner Sozialdienst zum Beispiel für eine Sozialhilfe empfangende Familie nur ein Dossier geführt. In der Folge wurde in der Statistik, die dem Kanton vorliegt, die Familie als Einzelperson aufgeführt», gibt Aldo Kropf, Gemeindepräsident, Auskunft. Dies habe dazu geführt, dass die Kosten pro Kopf und Jahr viel höher waren, als sie es in Tat und Wahrheit waren. Er fügt an: «In der Statistik aufgeführt wurden für die Gemeinde 98 Personen, tatsächlich gab es in der Gemeinde im Jahr 2008 aber 138 Sozialhilfeempfänger. Die Gesamtkosten wurden also auf 40 Köpfe zu wenig verteilt.» Kropf stellt fest: «Es wurden nicht zu viele Gelder ausbezahlt. Lediglich die statistische Führung der Dossiers stimmte nicht.» Nach Korrektur mit den effektiven Fallzahlen würden die Kosten im Amtsbezirk Saanen nur noch leicht über dem Kantonsmittel liegen. Sarah McGrath-Fogal>

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