Zum Hauptinhalt springen

Kleine, dafür gute Ausgabe

Als gestern Abend um 18 Uhr die letzten Besucher die Tennishalle Grenchen verliessen, waren sich

Eine sehr gut besuchte Vernissage, ein den Erwartungen entsprechender Freitag, ein unerklärlich schwacher Samstag, ein überdurchschnittlich guter Sonntag und schliesslich wieder ein erwarteter Montag. Die Ausstellung «art limited – multiple art» (die 18. Triennale Grenchen) befand sich dieses Mal etwas auf einer Achterbahn der Gefühle. Weniger Aussteller als erhofft und erwartet und die Ungewissheit über die Auswirkungen der Krise auf den Kauf von Kunstwerken taten dazu noch das übrige. Aber: Gestern Abend strahlten die Organisatoren plötzlich – und dies gar zum Teil um die Wette mit den Ausstellern, für die es ja doch immer noch etwas besser gehen könnte. Rund 3000 Besucher Um die 3000 Besucherinnen und Besucher wurden schliesslich gezählt, für Hannes Luterbacher, dem künstlerischen Leiter, hat das Organisatorische in der Ausstellungshalle alles funktioniert, für Heinz Westreicher, dem OK-Präsidenten, ist das Rahmenprogramm, das Drum und Dran, der Künstler- und Verlegertreff seinen Erwartungen entsprechend abgelaufen und die Verleger schliesslich zeigten sich mit dem Verkauf zufrieden. Es hiess an einzelnen Orten gar: «Wir konnten sehr gut verkaufen.» Künftig mehr Editeure Verleger reden natürlich nicht gerne vom Verkauf oder gar von Zahlen, aber Gründe für Misserfolge finden sie jeweils schnell auch bei den Veranstaltern der Ausstellungsmessen. In Grenchen hörte man gestern so etwas nicht. Einzig der Wunsch – und den hat auch das OK – nach mehr Verlegern wurde ausgesprochen. Heinz Westreicher nannte gar eine Wunschzahl: «Wir müssen uns künftig bemühen internationaler zu werden und diese Tennishalle mit 40 bis 50 Editeuren zu besetzen.» Gut informierte Besucher Der Künstler Johannes Haider aus Österreich mochte sich darüber aber nicht gross aufhalten: «Klein ist diese Ausstellung in Grenchen zwar in diesem Jahr schon etwas, aber die Qualität ist sehr gut. Es war sehr schön hier in Grenchen.» Wichtiger ist für Haider, der heuer zum eigentlichen Verkaufsstar anvisierte, dass «in Grenchen spürbar ist, dass die Besucher über ein gewisses Vorwissen über die Druckgrafik verfügen, ein Vorwissen, das überdurchschnittlich gut ist im deutschsprachigen Raum». Da zeige sich, dass in Grenchen seit 50 Jahren die Druckgrafik ein Thema sei. Das sagen die Künstler Ein anderer Künstler, Josef Ebnöther aus der Ostschweiz, der bereits verschiedentlich in Grenchen vertreten war, findet die Triennale wiederum heute einfach «viel offener, freier oder einfach schön, um dieses schöne Wort ‹schön› wieder einmal zu gebrauchen». Seine Kollegin Sabine Becker freut sich «als Deutsche in der Schweiz ausstellen zu dürfen und hier andere Künstler kennen zu lernen». «Zwanglos ist das hier in Grenchen, bei einem Bier und viel Spass, Spass bringt wieder Kreatives und Spass soll Kunst schliesslich auch bringen», meint Sabine Becker. Der «einheimische» Künstler Roland Adatte freut sich über die neuen Bekanntschaften: «Das ist es, was die Triennale ausmacht. Sie führt auch zu einer sozialen Vernetzung unterhalb von uns Künstlern.» Thomas Schärli >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch