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Kein Zwang zum Schwimmen

Freiburgs Staatsrat begrüsst das Anliegen für obligatorisches Schulschwimmen, lehnt aber eine entsprechende Motion ab.

Anfang März 2009 wurde eine Volksmotion mit über 900 Unterschriften eingereicht. Darin verlangen die Motionäre, dass alle Schülerinnen und Schüler im Kanton Freiburg während der obligatorischen Schulzeit einen sicheren Grundunterricht (zehn Lektionen) in Schwimmen erhalten. Dies soll in einem neuen Gesetz verankert werden. Die Motionäre begründeten ihr Anliegen einerseits damit, dass ein Teil der Schulkinder nicht in den Genuss von Schwimmunterricht komme. Andererseits wiesen sie darauf hin, dass immer weniger Kinder Schwimmkenntnisse hätten. Zu wenig Hallenbäder In seiner Antwort begrüsst der Staatsrat die Zielsetzungen der Volksmotion «Schwimmunterricht für alle Schüler», mit der die «Wasserkompetenz verbessert und Wasserunfälle verhütet» werden sollen. Erfreulich sei, dass eine Mehrheit der Schulkinder während der obligatorischen Schulzeit Schwimmunterricht erhalte. Nur in 15 von 107 Schulkreisen gebe es keine Schwimmkurse, meist wegen fehlender Einrichtungen. Deshalb müssten mehrere regionale Schwimmbäder gebaut werden. Dies würde den Finanzhaushalt des Kantons und der Gemeinden belasten, so der Staatsrat. Zudem müssten im Rahmen der Lehrerausbildung ein Modul Fachdidaktik Schwimmen vorgesehen werden. Der Staatsrat hält es für «unangebracht», eine jährliche Mindestanzahl Lektionen für alle vom Kindergarten bis zur dritten Primarklasse vorzuschreiben. Er hält es aber für «empfehlenswert», allen Schülern ab der vierten Klasse bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit einen Schwimmunterricht anzubieten, obwohl das wegen mangelnder Einrichtungen nicht umgesetzt werden könne. Die Regierung will den Unterricht in Wasserkompetenz in die Lehrpläne oder in die reglementarischen Bestimmungen aufnehmen.Hans Ulrich Schaad >

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