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Jugendliche wollten hoch hinaus

1000 Franken Preisgeld

Hin und wieder glichen die Türme, die am Samstag auf dem Marktplatz in Uetendorf gebaut wurden, jenem berühmten schiefen Exemplar aus der italienischen Stadt Pisa. Die Gesetze der Statik und der auffrischende Wind verhinderten, dass sie allzu sehr in den Himmel wuchsen. Uetendorf war einer von 17 Standorten im ganzen Kanton Bern, an welchem der Verband Vernetzte offene Jugendarbeit Kanton Bern (Voja) zum Tag der offenen Kinder- und Jugendarbeit lud. Der Voja, der damit auch gleich sein 10-Jahr-Jubiläum beging, animierte die Kids zum Turmbau mit Holzklötzen, und dies nicht einfach nur zum Spass. 1000 Franken winkten dem Team, das den höchsten Chlötzliturm im ganzen Kanton errichtete. Einzige Bedingung: Das Geld muss in ein Projekt von Jugendlichen für Jugendliche eingesetzt werden. Auf dem Marktplatz in Uetendorf nahmen rund hundert Jugendliche, die meist zu zweit oder zu dritt ans Werk gingen, die Herausforderung an. «Wenn wir gewinnen, werden wir mit dem Geld eine grosse Party organisieren», scherzte die 15-jährige Patricia Peter. Doch der Turmbau erwies sich zunächst als nicht so einfach wie gedacht. Einige Meter weiter übte Philipp Reinhard im «Bauwagen», dem mobilen Büro der Offenen Jugendarbeit Uetendorf, auf seiner Gitarre. «Ich finde es cool, dass hier etwas für die Jugendlichen angeboten wird. Der Chlötzliturm ist ein gutes Beispiel dafür, dass man zusammen etwas erreichen kann», so der 22-Jährige. Andere Kids und junge Erwachsene liessen sich nicht so leicht animieren und vertrieben sich ihre Zeit mit Jonglieren oder anderen Geschicklichkeitsspielen. Sieg mit 3,63 Metern? Am Nachmittag starteten die drei Teenager Sara Duss, Anicia Lanz und Patricia Peter noch einmal einen Rekordversuch im Turmbauen. Mit moralischer Unterstützung der Jugendarbeiter Isabelle Loosli und Timothy Amon schafften die Mädchen doch noch einen ansehnlichen Bestwert. «3,63 Meter – das ist definitiv der höchste Turm am heutigen Tag», lobte Isabelle Loosli. Und Sara Duss gewann dem Wettbewerb viel Positives ab: «Das Ganze war witziger, als ich gedacht habe.» Ob die Uetendorfer Rekordmarke allerdings auch zum Gesamtsieg reicht, war am Wochenende noch nicht klar. Zuerst müssen die Resultate aus den 16 anderen Gemeinden eintreffen. Gabriel Berger >

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