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Im Hotel auf der Halbinsel Au lärmt der Presslufthammer

Mehr und komfortablere Gästezimmer: Im Landgasthof Halbinsel Au ist der Innenumbau des Hoteltrakts mit Kosten von 4,25 Millionen Franken in vollem Gange.

Von Arthur Schäppi Au – Vor Wochen schon sind die letzten Hotelgäste aus dem Landgasthof Halbinsel Au abgereist: Denn seit dem 11. Oktober ist der Hotelbetrieb auf der Hügelkuppe zwischen Rebberg und See eingestellt. Wo bis dahin an malerischer, ruhiger Lage geschlummert wurde, knattern und dröhnen jetzt Baumaschinen, wird gehämmert und gebohrt: Die Abbrucharbeiten für den Innenumbau und die Modernisierung des 50-jährigen Hoteltrakts sind in vollem Gange. Böden, Zwischenwände, Lavabos und Toiletten werden herausgerissen. Und tonnenweise Bauschutt und alte Möbel haben die Bauarbeiter bereits aus dem Haus getragen. Insgesamt 4,25 Millionen Franken steckt die Genossenschaft Au-Konsortium als Besitzerin der Liegenschaft in die Erneuerung und Modernisierung des Hoteltrakts. Renaissance im nächsten Jahr Am 1. Mai des kommenden Jahres soll der Hotelbetrieb des traditionsreichen Gasthofs neu auferstehen: mit 18 komplett neuen und komfortablen Gästezimmern, darunter zwei Familien-Doppelzimmer, eine zweigeschossige Suite und ein behindertengerechtes Zimmer. Weichen müssen dafür die bisherigen 11 bescheidenen und in die Jahre gekommenen Gästezimmer sowie 8 der 12 kaum mehr benutzten Personalzimmer im Dachgeschoss. Bis Ende Jahr soll der Innenumbau im Rohbau fertiggestellt sein. Dann können die Arbeiten für die Innenausstattung beginnen. «Die Zimmer sollen auch künftig den Charme eines Landgasthofs ausstrahlen, aber frischer und freundlicher werden», sagt dazu Architektin Claudia Boehm von der Firma Arch-Studio-Architekten aus Oberrieden und Zürich. Für die Böden etwa wird massives Eichenholz verwendet – eine Reverenz an Zeiten, als auf der Halbinsel noch ein mächtiger Eichenwald wuchs. Während der Bauarbeiten wird der Restaurant- und Bankettbetrieb des Landgasthofs weitergeführt, bestätigt Philippe Keller, seit 22 Jahren Pächter, Wirt und Hotelier des Landgasthofs. Den Bettenmangel beheben «Mit der Modernisierung und Erweiterung reagieren wir vor allem auf die grosse Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten», erklärt Christian P. Weber, Präsident des Au-Konsortiums. «Insbesondere für die zahlreichen Hochzeits- und andere Gesellschaften oder etwa für Kleinseminare hatten wir bis anhin oft zu wenig Übernachtungsmöglichkeiten», ergänzt Philippe Keller. Zudem hätten die bisherigen einfachen Zimmer auch nicht mehr dem heute von den Gästen erwarteten Standard entsprochen. Noch kein Geld für Landi-Saal Ursprünglich wollte das Au-Konsortium auch den Landi-Saal neu bauen und vergrössern und darüber zusätzliche Hotelzimmer einrichten. Um diese bauliche Ausweitung zu ermöglichen, hat das Wädenswiler Stadtparlament 2009 im Nahbereich des Gasthofs bereits eine Erholungszone und einen öffentlichen Gestaltungsplan festgesetzt. Aus finanziellen Gründen musste das Au-Konsortium diesen «Wunschbedarf» dann aber einstweilen zurückstellen, wie Weber bestätigt. Offiziell eingeweiht wird der neue Hoteltrakt am Wochenende vom 18./19. Juni 2011, wenn das Au-Konsortium gleichzeitig sein 100-Jahr-Jubiläum feiert. Landgasthof-Halbinsel-Au-Pächter Philippe Keller in einem der Hotelzimmer, die nun umgebaut werden. Foto: Sabine Rock

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