Zum Hauptinhalt springen

Grosser Ansturm auf den Flughafen

Wegen des Ferienbeginns hat der Flughafen Zürich am Wochenende Spitzenwerte bei den Passagierzahlen erreicht. Ungewohnt war für viele das Einchecken.

Von Alexander Lanner Kloten – Im Kanton Zürich – einem der letzten der 26 Schweizer Kantone – haben am Wochenende die Sommerferien begonnen. Für einige der rund 268 000 Kindergärtler und Schüler bedeutet dies: ab zum Flughafen, rein ins Flugzeug, auf zu Sonne, Meer und Sandstrand. Der Ansturm auf den Flughafen Zürich war an diesem Wochenende aus diesem Grund besonders gross. «Am Samstag haben wir 79 700 Passagiere am Flughafen registriert», rechnet Martin Horn vom Mediendienst des Flughafens vor. Damit sei man sehr nahe an den erwarteten 80 000 Fluggästen, die im Sommer an Spitzentagen am Flughafen an- oder ankommen. Der gestrige Sonntag sei ähnlich gut verlaufen. Zu Zwischenfällen sei es glücklicherweise nicht gekommen, so Horn weiter. Technische Probleme mussten keine verzeichnet werden. Self-Check-in klappt (fast) Etwas Probleme bereitet vielen Fluggästen noch immer das «Quick-Check-in». Obwohl es schon vor knapp einem Jahr eingeführt wurde, haben sich noch nicht alle Passagiere an das neue, selbstständige Einchecken gewöhnt. «Viele finden in ihren Unterlagen die 13-stellige E-Ticketnummer nicht», erklärt ein Angestellter, der für die Betreuung der Passagiere am Self-Check-in-Automaten zuständig ist. Auch wie man den Pass genau unter das Lesegerät halten muss, sei nicht allen sofort klar. Trotzdem bräuchten immer weniger Personen die Unterstützung des Flughafenpersonals. Nicht so eine vierköpfige Familie aus Frauenfeld, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen wollte. «Dort steht doch ‹Gepäckabgabe› angeschrieben», sagt der Sohn. «Ja, aber wir müssen zuerst am Automaten einchecken», erwidert seine Schwester genervt. Die beiden Teenager sticheln noch ein wenig, dann schreitet der Vater mutig zur Tat. Das Self-Check-in ist ein Novum für ihn. Aber: In weniger als 8 Minuten hat er für alle vier am Automaten eingecheckt und so seine Feuertaufe erfolgreich bestanden. Lieber wäre ihm aber gewesen, wenn ihn ein Mensch und keine Maschine bedient hätte. Das Abkämpfen mit den klebrigen Gepäcketiketten wäre dann auch entfallen. Ihr Flug geht nach Lissabon. Abflug ist in zwei Stunden. Die nächsten beiden Wochen werden sie während einer Rundreise die Sonne Portugals geniessen. Notpassbüro ist gefordert Kein ruhiges Wochenende hatten die Beamten des Notpassbüros. Rund 100 Ausweise mussten sie ausstellen. Laut Cornelia Schuoler, Sprecherin der Kantonspolizei Zürich, sind dies drei- bis viermal so viele wie an normalen Wochenenden. Als Hauptgrund gaben die Fluggäste an, sie hätten ihren Reisepass zu Hause vergessen. Auch sei oft übersehen worden, dass das Ablaufdatum bereits überschritten war. Zudem hatten einige statt des Passes nur die Identitätskarte dabei, die für die Einreise am Zielort nicht genügte. Und es erschienen auch Eltern, die für ihr Kleinkind den ersten Pass überhaupt beantragen mussten. Den Hund verabschieden und sich ans Quick-Check-in wagen. Foto: Nathalie Guinand

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch