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Fürs Spucken solls auch künftig keine Busse geben

Der Wädenswiler Stadtrat prüft Massnahmen gegen Littering. Unter anderem will er Problemzonen intensiver reinigen lassen. Von Bussen für Spucken und Littering sieht er vorerst ab.

Wädenswil. - Gleich drei verschiedene Vorstösse im Wädenswiler Gemeinderat thematisieren Vandalismus und Littering. Die FDP-Fraktion hat ein Postulat eingereicht zur «inakzeptablen Situation in der Bahnhofunterführung». Ausserdem eine Interpellation, welche Ordnungsbussen für Spucken und Littering fordert. Ein weiteres Postulat für ein koordiniertes Vor-gehen gegen Littering und Vandalismus kommt von SP-Gemeinderat Willy Rüegg.

Kein Patentrezept

Der Stadtrat beantwortet die Vorstösse nun in einem Bericht. Demnach hat sich die Sauberkeit des öffentlichen Raums in Städten und Agglomerationen zu einem aktuellen Thema entwickelt. Dies, weil das Wohlbefinden der Bevölkerung und das Image einer Stadt dadurch mitgeprägt würden.

Die Ursachen für Littering seien vielfältig und es gebe kein Patenrezept dagegen, hält der Stadtrat in seinem Bericht fest. Vielmehr sei ein ganzes Set von koordinierten Massnahmen notwendig.

Solche Massnahmen seien bereits in den letzten Jahren ergriffen worden. Der Stadtrat nennt unter anderem: Es wurden neue Abfalleimer installiert. Der engere Zentrumsbereich und die beiden Bahnhöfe würden von Montag bis Freitag täglich gereinigt, Bahnhof und Seeweg zusätzlich am Sonntag. Würden Veranstaltungen bewilligt, sei die anschliessende Reinigung vorgeschrieben. Im Jugend-Präventionsprojekt «Platzda?!» werde die Littering-Problematik thematisiert.

Am Morgen reinigen

Nun will der Stadtrat zusätzliche Massnahmen prüfen. Dazu gehört, die Reinigung neuralgischer Stellen in die frühen Morgenstunden zu verlegen. Veranstalter könnten zudem verpflichtet werden, Mehrwegbecher zu verwenden. Im Zentrum könnte die Containerpflicht eingeführt werden.

Der Stadtrat setzt damit auf die Anpassung der Infrastruktur und eine noch intensivere Reinigung der Problemzonen. «Sobald ein Ort sauber gehalten wird, steigt die Hemmschwelle betreffend Littering», hält der Stadtrat fest.

Von Ordnungsbussen für Littering und Spucken - wie das in Wallisellen und Dietikon eingeführt wurde - will der Stadtrat vorläufig absehen. In Wallisellen und Dietikon zeige sich, dass man nur einen unbedeutenden Anteil der Abfallsünder erreichen und büssen könne.

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