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Freibad: Was ist bezahlbar?

An einem Infoanlass wurde über Varianten zur Sanierung des Frutiger Freibades informiert. Die beiden gezeigten Lösungen – mit zwei Becken – stiessen nicht auf Begeisterung. Doch: Welche Wünsche sind bezahlbar?

Das Freibad Frutigen muss saniert werden: Im Mittelpunkt steht eine Reduktion der Wassermenge, um Energiekosten einzusparen – aber auch eine endgültige Schliessung wird in die Diskussion aufgenommen.
Das Freibad Frutigen muss saniert werden: Im Mittelpunkt steht eine Reduktion der Wassermenge, um Energiekosten einzusparen – aber auch eine endgültige Schliessung wird in die Diskussion aufgenommen.
Archiv BO/Hubacher

Sprungtürme ja oder nein? Schwimmbecken oder nur Badebecken? Eine halbe oder gegen zwei Millionen Franken Kosten? Oder gar kein Freibad mehr? Diese Fragen beschäftigen am Dienstag in Frutigen die Anwesenden am Infoanlass der Gemeinde über laufende Projekte (siehe auch Bericht unten). Dass das Freibad Frutigen nicht wie bisher weitermachen kann, ist allen klar. Eine Sanierung des fast 60-jährigen Bades ist unumgänglich. «Sanierung heisst für mich qualitative Verbesserung und Kosten sparen», erklärte der Gemeinderat und künftige Gemeinderatspräsident Rudolf Egger. «Und Energie und somit Kosten mindern können wir vor allem mit einer Reduktion der Wassermenge.» Egger stellte zwei mögliche Varianten vor, die eine lebhafte Diskussion auslösten.

Zwei Varianten, zwei Becken

Beide gehen davon aus, dass das Becken mit einer Auffüllung in der Mitte reduziert wird, es entstehen zwei Becken. Variante I sieht ein vertieftes Sprungbecken mit Sprungtürmen und ein flaches Plantschbecken vor, Variante II hat zwei Becken (ca. 12x15m und 14x15 m) mit den heutigen Tiefen. «Variante I kostet gegen 1,8 Millionen Franken. Die für mich eher realistischere Variante II wird etwa eine halbe Million kosten.» Sofort wurden aus dem Publikum Fragen nach der Bedarfsabklärung gestellt und auch, ob noch andere Varianten möglich wären. Der moderierende Gemeinderatspräsident Karl Klossner zog am Schluss das Fazit, dass noch mehr Arbeit in die Ausarbeitung investiert werden muss, diese Varianten seien noch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Entscheiden, ob und wie es weitergeht, wird eine der nächsten Gemeindeversammlungen. Die Sportzentrum Frutigen AG hat bereits den Pachtvertrag auf Ende Jahr gekündet und statt des bisherigen Betriebsbeitrags von 23000 neu 60'000 Franken pro Jahr gefordert. Als Vergleich: Dieses Jahr wurden Einnahmen von 45000 Franken verzeichnet.

Mit der Vertragskündigung erhöhte sich der Druck auf die Badbesitzerin, die Gemeinde Frutigen, mit der Planung weiterzumachen. «Auch eine Null-Variante muss sicher diskutiert werden», so Rudolf Egger, was beim Publikum aber nicht sehr gut ankam. Denn: «Frutigen ist zumindest halbwegs ein Tourismusort. Da gehört ein Freibad einfach dazu», so ein Votant.

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