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Ferien und die Ehre, auf Ries 1 zu spielen

Die Tafeln tragen Namen wie Münchenbuchsee-Oberlindach B, Hasle b. Burgdorf B oder Wyssachen. Insgesamt 68 solcher Schilder sind am Rand der 34 Spielfelder aufgestellt. Es ist Tag 1 des Eidgenössischen Hornusserfests in Höchstetten Die Hornusser der 5. und 6.Stärkeklasse haben die Ehre, den Anlass zu eröffnen. Plopp, und wieder ist ein Hornuss «abgetan», in der Luft abgefangen worden. Ries 1 ist das Spielfeld, auf dem die aussichtsreichsten Anwärter auf den Festsieg am entscheidenden zweiten Spieltag einer Stärkeklasse antreten dürfen. Auch der erstmals ausgetragene Königsstich wird hier, unmittelbar neben der Zuschauertribüne, durchgeführt. Wenn keine Entscheidung ansteht, ist es Zufall, wer auf Ries 1 spielt. Das «Losglück» hatten Leimiswil und Grosshöchstetten. «Die Tribüne ist zwar noch leer, es ist aber trotzdem speziell, hier zu spielen», meint Peter Schär von der HG Leimiswil. Ries 1 liegt im Zentrum des Geländes, unmittelbar neben der Hornusserhütte des Veranstalters HG Höchstetten. Etwa zehn Minuten sind einzuplanen, wenn man an allen 34 Spielfeldern vorbeispazieren will. Beim Ries 13, fast schon am östlichen Rand des Geländes, verfolgt ein älterer Mann das Spiel der HG Diessbach. «Ich besuche auch Schwingfeste und wollte Christian Stucki im Einsatz sehen. Anschliessend gehe ich aber noch zum Ries 25, wo mein Grosskind bei Walkringen im Einsatz steht.» Ries 25 befindet sich tief in westlicher Richtung, nahe bei dem Spielfeld, wo die C-Mannschaft der HG Bern-Beundenfeld am Werk ist. Bern-Beundenfeld ist als Schweizer Meister von 2007 in der Hornusserszene eine bekannte Grösse, Gerhard Aeberhard gehörte dem Team an. Statt mit der A-Mannschaft um den Festsieg in der 1.Stärkeklasse zu spielen, tritt Aeberhard mit dem C-Team in der 6.Stärkeklasse an. «In der Meisterschaft spielte ich noch in der NLA, doch mein Schlagdurchschnitt war nicht mehr gut genug, hier mit dem A-Team zu spielen», sagt der routinierte Hornusser, der seit 28 Jahren aktiv ist. «Ich bin dennoch gerne ans ‹Eidgenössische› gekommen und war erstaunt, wie viele Leute ich hier kenne.» Das Eidgenössische Hornusserfest ist eine gute Gelegenheit, um alte Freundschaften aufzufrischen. Und dies an einem Freitagnachmittag, einem Tag, wo im Normalfall alle bei der Arbeit sind. «Viele haben in dieser Woche Ferien genommen», sagt Aeberhard. «Und letztlich konnten auch die anderen frei nehmen.» Nach 16 Uhr gehen die Partien langsam zu Ende, die letzten Nousse des ersten Tages sind geschlagen. Die Resultatlisten werden dem Rechnungsbüro übergeben, wo zwischen sechs und acht Personen an der Arbeit sind. Das Rechnungsbüro befindet sich abseits des Festgeländes. «Dies mit Absicht», erklärt Paul Flückiger, der Leiter der Auswertungsstelle. «Sonst werden wir von Hornussern und auch von Medienleuten belagert.» Reto PfisterResultate Seite 18>

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