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FC Bülach zieht die Notbremse und sucht neuen Trainer

Nach sechs Spieltagen und fünf Niederlagen kommt es beim Zweitligisten FC Bülach zum Trainerwechsel. Bis auf weiteres übernimmt Zoran Joksimovic die Teamleitung.

Fussball. - Überraschend kommt der Schnitt nicht, denn wer fünf der ersten sechs Meisterschaftspartien verliert, muss auch in der interregionalen 2. Liga mit personellen Konsequenzen rechnen. Und diese sind für das Bülacher Trainerduo Roger Etter und Markus Ess eingetroffen. Die Klubleitung des FC Bülach trennte sich mit sofortiger Wirkung von seinen bisherigen Übungsleitern.

«Nach neun Stunden Fussball in der neuen Spielzeit zeigte die Tendenz eindeutig nach unten», begründet Marco Saggionetto den Entscheid des Vorstandes. Die klare 0:5-Klatsche vom vergangenen Samstag bei Brühl habe dabei keine entscheidende Rolle gespielt, stellte der Leiter Aktive des FC Bülach klar. Auch wenn die Art und Weise, wie sich die Mannschaft in St. Gallen gegen die Niederlage stemmte, ihm missfiel. «Man wurde den Eindruck nicht los, die beiden Trainer hätten die Mannschaft nicht mehr erreicht.» Daher habe der Vorstand am Montag entschieden, nach neuen Lösungen zu suchen.

Die neue Lösung heisst Zoran Joksimovic, seit Juli Betreuer der Bülacher 3.-Liga-Mannschaft. Er übernimmt das Fanionteam vorerst aber nur interimistisch. Ob daraus eine Langzeitanstellung werden könnte, schliesst Saggionetto nicht kategorisch aus, hält aber auch fest: «Erste Kontakte sind bereits geknüpft worden.» Der Sportchef betont, sich bei der Nachfolgesuche Zeit lassen zu wollen.

Joksimovic selber wur- de erst am Montag nach 23 Uhr vom Entscheid des Vereinsvorstandes informiert. Der 38-Jährige weilte wegen eines Todesfalls in der Familie in Belgrad und sagte erst nach einer schlaflosen Nacht am Dienstagmorgen zu. «Ich will dem Verein einfach helfen», betont er, lässt aber durchblicken, dass ihn das neue Amt reizen würde. «Ich traue mir das durchaus zu, das ist für mich eine einmalige Chance. Vorerst aber auf Zeit.»

Einstand gegen den Drittletzten

Für Joksimovic steht ohnehin das erste Spiel unter seiner Leitung vom Samstag gegen Linth 04, dem Drittletzten der Gruppe 5, im Fokus. «Das ist für beide Mannschaften ein Sechs-Punkte-Spiel. Das wollen wir unbedingt gewinnen.» Diesem Vorhaben ordnet er alles unter. So führte er am Dienstag nach seiner Ankunft um 18 Uhr in Zürich-Kloten bereits die ersten Gespräche mit Spielern. Das ist auch die Ausrichtung der kommenden Tage, denn Joksimovic, der in der Morchner-Ära selber der ersten Bülacher Mannschaft angehörte, ist überzeugt: «Das Problem liegt bei den Spielern im Kopf. Das muss behoben werden.» Am besten mit einem Sieg gegen das mitgefährdete Team aus dem Glarnerland. Zoran Joksimovic.

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