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«Es bleibt alles, wie es ist»

Trotz dem Verkauf der Steigenberger Hotels sieht man am Standort Saanen-Gstaad der Zukunft gelassen entgegen. Der neue Direktor sieht vor allem die Chancen. Die Hotelkette gehört neu einem ägyptischen Tourismuskonzern.

«Hier in Saanen gibt es keine Änderungen und der Schweizer Hauptsitz in Zürich und auch der Steigenberger Sitz in Frankfurt bleiben bestehen.» Dies sagte gestern Nachmittag Martin Sonderegger. Er ist seit anfangs August der neue Direktor des Hotel Steigenberger in Saanen und Nachfolger des langjährigen Direktors Günter Weilguni. «Nein, überrascht hat mich die Meldung nicht», erklärt Sonderegger weiter. Der neue General-Manager kommt von ausserhalb der Steigenberger Hotelkette und hatte – wie jedermann – auch schon vom möglichen Eigentümer-Wechsel vernommen. Seiner Meinung nach sind die neuen Eigentümer, der ägyptische Tourismuskonzern Travco, eine Chance für die Steigenberger Hotels. Sonderegger nennt die Stichworte «Investitionen» und «mögliche Neuausrichtung, denn der neue Besitzer kommt aus der Branche». Die Unternehmung Saanen Das Hotel Steigenberger in Saanen-Gstaad liegt etwas oberhalb des Dorfes Saanen mit einem weiten Blick hinein nach Gstaad, gegen Westen und in die Berge. Das Haus hat 131 Gästezimmer, 250 Betten und einen Spa-Bereich mit 1100 Quadratmetern auf drei Etagen. Speziell sind dabei die Angebote für Kinder. 70 Angestellte arbeiten im Saaner Betrieb, der jeweils von Dezember bis Oktober geöffnet ist. Konzern hat 81 Hotels Doch Saanen ist nur eines von 81 Hotels der Steigenberger Gruppe. «Zu diesen 81 Häusern gehören auch 31 Intercity Hotels. Die Gruppe hat rund 6500 Mitarbeiter», meldet die deutsche Handelszeitung. Gemäss der Information sollen alle Hotels und Marken unverändert fortgeführt werden, Entlassungen seien nicht geplant. Verkauft hätten die Eigentümerinnen, Anne-Marie Steigenberger und ihre drei Töchter, die 99,6 Prozent der Anteile – die restlichen 0,4 Prozent seien fast alle im Besitz von Mitarbeitern –zu einem unbekannten Preis. Grund des Verkaufs an die Ägypter sei nebst den notwendigen Investitionen die mangelnde Nachfolge innerhalb der Familie. Weniger Umsatz Die Familie sei überzeugt, dass die geplante internationale Expansion nur mit einem internationalen Partner möglich sei. Zudem seien in der Wirtschaftskrise die Umsätze gesunken. Nicht verkauft haben Anne-Marie Steigenberger und ihre drei Töchter das Hotel Frankfurter Hof, ein Hotel am Frankfurter Flughafen und das Hotel Stei-genberger in Davos. Der neue Eigentümer Der ägyptische Investor Travco betreibt bereits Hotels unter den Marken «Jaz», «Iberotel» und «Sol Y Mar». Die Steigenberger- und Intercity-Hotels würden das Angebot der Ägypter überschneidungsfrei ergänzen, heisst es in einer Konzern-Mitteilung. Hier kämen zwei traditionell familiengeprägte Unternehmen zusammen. Travco gehört dem Ägypter Hamed El Chiaty, der die Firma 1979 gründete. Zur Travco-Gruppe mit 18000 Mitarbeitern und zuletzt 600 Millionen Euro Umsatz gehört auch die mit 22 Schiffen grösste Flotte von Nil-Kreuzfahrtschiffen. Ruth Oehrli/pd >

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