Zum Hauptinhalt springen

Er geht die Wände hoch

Lukas Iseli ist seit neun Jahren Nationaltrainer

Seit neun Jahren trainiert der Langnauer Lukas Iseli die Swiss- Climbing-Nationalmannschaft SAC (Schweizer Alpen-Club). Zu dieser Sportart sei er durch Zufall gekommen, sagt der 36-Jährige. Während des Lehrerseminars habe ihn ein Kollege an den Fels mitgenommen. Damals sei er aber noch wettkampfmässig mit dem Kajak Wildwasserslalom gefahren. Parallelen zwischen den beiden Disziplinen würden ihm erst heute bewusst. «Beim Klettern und beim Kajakfahren muss man sich mit den gegebenen Situationen auseinandersetzen und den optimalen Weg und Bewegungsablauf suchen.» Die Freude am Wasser ist geblieben. Manchmal sei er auch heute noch im Kajak oder mit der Familie im Kanu anzutreffen. Richtige Zeit, richtiger Ort Nach den ersten Kletterversuchen seien ungefähr drei Jahre vergangen, bis es ihm «den Ärmel hineingezogen» habe, erinnert sich der in Boll aufgewachsene Nationaltrainer. Danach habe er eine Bergsteigerausbildung, Kurse im Sportklettern und die J+S-Leiterkurse absolviert sowie Trainerausbildungen gemacht. «Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort», stellt Iseli fest. Denn während eines Kurses wurde er von seinem jetzigen Chef, der einen Assistenztrainer suchte, angesprochen. Iseli hängte den Lehrerberuf an den Nagel und nahm das Angebot an. Nur ein Jahr später wurde er zum Nationaltrainer gewählt. Die Freude am Klettern hat ihm nicht nur einen Arbeitsvertrag mit dem SAC eingebracht; dank des Sports lernte er auch seine Frau kennen. «Ich gab einen Kurs in Langnau. Unter den Teilnehmerinnen befand sich Christa», erzählt Iseli. Oft mit dem Velo nach Bern Heute bewohnt das Ehepaar mit seinen drei kleinen Mädchen ein Haus in Langnau. Von dort fährt Iseli oft mit dem Velo ins Büro nach Bern. Zeit, um selber die Wände hochzugehen, habe er kaum noch, bedauert Lukas Iseli. Falls er einmal die Möglichkeit dazu habe, ziehe es ihn in die Berge. «Am liebsten klettere ich im Wallis oder im Berner Oberland. Und zwar ganz gemütlich mit der Familie.» Jacqueline Graber >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch