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Eine Teamplayerin schliesst die Lücke im Angebot

Am Montag nimmt Marianne Huwyler Gollob die Arbeit auf. Sie ist die neue Walliseller Beauftragte für Familien- und Freiwilligenarbeit.

Von Alexander Lanner Wallisellen – Seit Jahren stehen der Bevölkerung Wallisellens in gesellschaftlichen Fragen Spezialistinnen zur Seite: Eine Fachfrau kümmert sich um die Anliegen der Senioren, eine andere verleiht Teenagern eine Stimme. Für das Segment dazwischen existiert nichts Vergleichbares. Das ändert sich nun. Am Montag tritt die 52-jährige Marianne Huwyler Gollob ihr 60-Prozent-Pensum als Beauftragte für Familien- und Freiwilligenarbeit an. Obschon die Gemeindeversammlung Ende des letzten Jahres die neue Stelle mit 156 zu 76 Stimmen gutgeheissen hatte, waren einige Walliseller skeptisch: Wie lassen sich Freiwilligenarbeit und Familienfragen zusammenbringen? «Ohne den Einsatz von Freiwilligen würde es viele Angebote für Familien nicht geben», sagt Huwyler. Deshalb passe die Kombination gut. Freiwillige brauche es im Aufbau und der Führung von Familienangeboten. Die Existenz jedes Vereins – ob mit kulturellen, sozialen oder sportlichen Aktivitäten – stehe und falle mit dem Einsatz der Mitglieder. Ein Anliegen sei zudem, dass Menschen, die Freiwilligenarbeit leisten, Anerkennung und Unterstützung erfahren. Selbst vierfache Mutter Huwyler bringt einen reichhaltigen Erfahrungsschatz mit. Die in Männedorf wohnhafte Mutter von vier Kindern – der Sohn ist 22, die Töchter 19, 17 und 9 Jahre alt – ist seit 24 Jahren verheiratet. Sie hat sich nach der kaufmännischen Lehre zur Sozialarbeiterin, später zur Buchhändlerin ausbilden lassen. Von 1997 bis Frühsommer dieses Jahres arbeitete sie als Gemeinwesenarbeiterin in der Kleinkindberatung des Jugendsekretariats Bezirk Meilen. Einen Umzug ins Unterland fasst Huwyler nicht ins Auge. «Es ist vielleicht ganz gut, dass ich nicht auch noch in der Gemeinde wohne», sagt sie. Ein bisschen Abstand zur täglichen Arbeit werde sicher guttun. Über ihren neuen Arbeitsort Wallisellen habe sie zuvor nur wenig gewusst, gibt Huwyler zu. Als Nachteil empfindet sie dies allerdings nicht: «So kann ich unvoreingenommen meine neue Stelle antreten.» Bislang habe sie allerdings sehr Positives über die Gemeinde gehört. «Die Infrastruktur ist sehr gut. Wallisellen eilt auch der Ruf voraus, innovativ zu sein», sagt sie. Die Frage, welche Vorstellung sie von ihrer neuen Funktion habe, sei schwierig zu beantworten. «Ich sehe mich als Anlaufstelle für Anliegen im Familien- und Freiwilligenbereich», erklärt sie. Genutzt werden kann diese von Familien mit kleinen oder grossen Kindern, Vereinen oder Institutionen, die in irgendeiner Form Unterstützung und Beratung benötigen. Sie könne nicht im Vorfeld schon Themenschwerpunkte setzen. «Ich werde mich zuerst orientieren müssen, welche Angebote bereits bestehen, wo Lücken geschlossen werden sollten und welche Vernetzungen dazu sinnvoll sind», führt sie aus. Sie selbst bringt ebenfalls einige Ideen mit, die man umsetzen könnte. Eine davon ist: «Eine Krabbelmesse zu initiieren, die Eltern mit kleinen Kindern die Möglichkeit bietet, vor Ort eine reichhaltige Palette an familienunterstützenden Angeboten kennen zu lernen.» Zusätzlich könnten die Trägerschaften diese Plattform nutzen, der breiten Öffentlichkeit ihre Dienstleistungen vorzustellen. Eines will die künftige Beauftragte für Familien- und Freiwilligenarbeit vermeiden: mit fixfertigen Konzepten die Walliseller Bevölkerung vor den Kopf zu stossen. Um die Projekte realisieren zu können und Akzeptanz zu schaffen, ist ihr die Zusammenarbeit mit Organisationen und Menschen wichtig. Zudem liege ihr der Austausch unter den Beteiligten am Herzen. So lasse sich am besten klären, wo Handlungsbedarf bestehe. M. Huwyler Gollob. Marianne Huwyler Gollob Text (max. 5-zeilig)

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