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Diese Überbauung in Oberglatt ist mehrmals geschrumpft

Auf der Mösli-Wiese in Oberglatt haben die Arbeiten begonnen. Der Baustart war während zehn Jahren mehrfach verschoben worden.

Von Florian Schaer Oberglatt – Die freie Wiese im Oberglatter Gebiet Mösli ist zu einer Baustelle geworden. Nach zig Jahren planen, projektieren, rekurrieren, verwerfen, umgestalten, redimensionieren und abstimmen hat sich vor einigen Tagen die erste Baggerschaufel ins Erdreich gegraben. Entstehen soll eine moderne Wohnüberbauung mit 188 Wohnungen. Der Gestaltungsplan schreibt zudem vor, dass die Siedlung einen eigenen Kindergarten und einen Selbstversorgungsladen bekommen muss. Das Investitionsvolumen beträgt 29,5 Millionen Franken. Der bisherige Name Mösli hat nicht mehr zum Projekt gepasst – es nennt sich nun Skypark. Die zweieinhalb Hektaren grosse Fläche ist unspektakulär, eingeklemmt zwischen der Kaiserstuhlstrasse und den Gleisen der S 5, dahinter ragen die gelbgrünen Hallenwände der Baufirma Eberhardt in die Höhe. Projekt mehrfach verkleinert «Wir sind froh, dass überhaupt endlich mal gebaut wird», sagt der Oberglatter Hochbauvorstand Xaver Gassmann. Der Bau wird längst nicht so gross, wie er ursprünglich geplant war. 2001 hatte die Gemeindeversammlung einen Gestaltungsplan angenommen, der 12 000 Quadratmeter Einkaufsfläche, 144 Wohnungen und 529 Parkplätze vorgesehen hätte. Das Projekt wurde später redimensioniert, weil der Regierungsrat des Kantons einen Rekurs des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS) gutgeheissen hatte. Die Oberglatter Gemeindeversammlung genehmigte im April 2004 den Gestaltungsplan Mösli II mit 144 Wohnungen, 295 Parkplätzen und 4990 Quadratmeter Verkaufsfläche – denn bei einer Verkaufsfläche unter 5000 Quadratmetern hat der VCS kein Recht mehr auf Beschwerden. Die Baubewilligung war bereits erfolgt, die ersten Büsche auf dem Grundstück wurden zurückgeschnitten. Baubeginn hätte erst Herbst 2005 sein sollen. Später sprach man von Frühling 2007, dann hiess es: «Baubeginn auf unbestimmte Zeit verschoben», man sei «einfach noch nicht so weit». Start zur ersten Etappe Bauherr Bruno Marazzi reichte Ende 2008 ein neues, wieder abgeändertes Baugesuch ein, für 13 Mehrfamilienhäuser mit 197 Wohnungen. Inzwischen war, durch eine Übernahme im Sommer 2006, aus der Marazzi AG die Losinger-Marazzi AG geworden, und der zuständige Architekt hatte gewechselt. Der Baubeginn war angekündigt auf Frühling 2009, Bezugstermin Herbst 2010. Doch erst im November 2010 unterschrieb die Pensionskasse Luzern als Investorin den Werkvertrag – und machte damit den Start zur ersten Bauetappe möglich. Tatsächlich gebaut wird also erst zehn Jahre nach dem ersten Gestaltungsplan. Wie auf der Website der Firma Losinger-Marazzi steht, sei es das Ziel, die Verträge für die beiden verbleibenden Etappen noch im Verlauf des Jahres 2011 zu unterzeichnen.

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