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Die Walder müssen auf ihren Bahnhofplatz warten

Noch dieses Jahr hätten die Arbeiten für den neuen Walder Bahnhofplatz beginnen sollen. Wegen anderer Investitionen hat die Gemeinde zu wenig Geld. Das Projekt wird verschoben.

Wald. - Der Bahnhofplatz Wald wird nicht wie geplant in den kommenden Monaten saniert. Der Gemeinderat hat das Projekt mit Kosten von 2,7 Millionen Franken auf die Jahre 2013 und 2014 verschoben. Dies, weil im kommenden Jahr diverse andere Investitionen anfallen, so zum Beispiel die Sanierung von mehreren Strassen. Auch das Gemeindehaus wird nicht wie geplant umgebaut und mit einem Lift ausgestattet. Der Umbau in der Höhe von 4,5 Millionen Franken soll erst 2012 ausgeführt werden. «Der Gemeinderat muss Prioritäten setzen, damit eine weitere Verschuldung vermieden werden kann», lautet die Begründung für die Verschiebung der zwei Projekte. Beide sind Teil des Investitionsplans für die Periode von 2010 bis 2014, in welcher der Gemeinderat Wald Investitionen von total 33,5 Millionen Franken vorsieht.

Vor einem Jahr tönte es bezüglich Bahnhofplatz noch ganz anders: «Die Sanierung der Bahnhofstrasse vom Bahnhof bis zur Einmündung der Laupenstrasse ist längst überfällig», sagte Bauvorstand Rico Croci (Grüne) damals. Dies, weil die Fahrbahn massive Belagsschäden aufweist. Geplant war, den Platz wie bereits die Bahnhofstrasse zu einer Begegnungszone zu machen, wo Fussgänger Vortritt haben und die Maximalgeschwindigkeit für Autos Tempo 20 beträgt. Der Planer Werner Messikommer aus Seegräben sah einen offenen, grosszügig gestalteten Platz vor.

An einer Informationsveranstaltung für die Bevölkerung sorgte der Vorschlag jedoch für Diskussionen. Die einen fanden das Projekt zu teuer, die anderen vermissten ein architektonisches Konzept. Kritisiert wurde auch, dass die Bäume bei der Landi hätten gefällt werden müssen. Die darauf folgende Vernehmlassung unter den Parteien und interessierten Einwohnern bestätigte die Differenzen. «Die Vorstellungen stehen sich in ihren Extremen diametral gegenüber», so der Gemeinderat. Er entschied sich jedoch dagegen, einen öffentlichen Gestaltungswettbewerb durchzuführen.

Diese Haltung bestätigte der Walder Gemeindeschreiber Max Krieg gestern noch einmal. «Die vorhandene Planung ist eine gute Grundlage», sagt er. Für 2013 könne auf dieser Basis ein Detailprojekt ausgearbeitet werden. Die bereits ins Vorprojekt investierten 60 000 Franken seien damit nicht verloren. «Die Verschiebung hat nicht nur Nachteile», betont er. Die SBB würden ihr Projekt im Herbst dem Bundesamt für Verkehr überweisen. «Wir sind mit den SBB im Takt.»

Strassen sind teuer

Von den 33,5 Millionen Franken im Investitionsplan entfallen 11 Millionen auf den Strassenbau. Alleine im nächsten Jahr muss die Gemeinde 2,4 Millionen für die Sanierung von Strassen ausgeben. So zum Beispiel für die Dieterswiler- und die Tänlerstrasse. Beides waren früher Naturstrassen, die einfach mit Teer und Split versiegelt wurden - keine idealen Verhältnisse für den Ortsbus, der auf diesen Strecken unterwegs ist.

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