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Die Missbräuche anpacken

Ausgabe vom 11.September «Die IV braucht keinen Spardruck» (u.a.) Die Aussagen von Herrn Dieter Widmer, dem neuen Leiter der IV-Stelle, sind naiv und verheissen nichts Gutes für die Zukunft der IV. Wer behaupten kann, dass die IV keinen Druck brauche, damit sich etwas bewegt, der hat offensichtlich noch nie selber Druck gehabt, klare Ziele zu erreichen. Wir brauchen keine IV-Stellen, welche die Probleme verwalten, sondern solche, die unter vollem Druck die Missbräuche anpacken, der Politik Vorschläge liefern, wie man die Finanzierung künftig löst – und dies nicht einfach durch noch höhere Steuern für uns alle. In dem Sinne hoffe ich, dass die Bernerinnen und Berner ein klares Nein zur Erhöhung der Mehrwertsteuer auf 8 Prozent in die Urne legen werden. Silvia BärWilerFalsche Zahlen Die SVP und das Komitee «Nein zur IV-Zusatzfinanzierung» haben in verschiedenen Printmedien ein Inserat unter dem Titel «Jetzt reichts» gestartet. Nun, mir reichts tatsächlich: Mich stört gewaltig, dass keine der Zahlen, die im Inserat erscheinen, nur annähernd richtig sind. Dass 41 Prozent der IV-Renten an Ausländer ausbezahlt würden, ist schlicht eine Lüge. Mich stört auch, dass im Inserat suggeriert wird, jede Person, die eine Invalidenrente erhalte, sei entweder ein sogenannter «Scheininvalider» oder ein «Sozialschmarotzer». Mich stört ebenfalls, dass hier dem Bürger weisgemacht wird, man könne die Invalidenversicherung mit Sparmassnahmen sanieren. Pro Jahr macht die IV eine Milliarde Franken Schulden. Diese durch Streichung von Renten zu reduzieren ist illusorisch. Mir scheint, dass diese Kreise an einer Sanierung der IV gar nicht interessiert sind; es geht schlicht darum, das Problem aufzuschieben, damit man mit der unsäglichen Masche der «Scheininvaliden» immer noch weiterfahren kann. Den Befürwortern haben die Schulden der IV «gereicht», und die Aussicht, dass die IV die AHV in den Ruin ziehen könnte, hat genügt, um zu einer tragfähigen Lösung zu gelangen. Liebe Gegner: Zuerst müsst ihr die IV-Statistik lesen, wenn es zu einer gelungenen Kampagne reichen soll. Yves MüllerZuchwil>

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