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Derisiotis fehlte nie – Schwarzer Peter für Guex

Elisabeth Derisiotis (SP) hat in der letzten Amtsperiode an allen Kantonsrats- sitzungen teilgenommen. Am anderen Ende der Skala steht Gaston Guex (FDP).

Von Patrick Gut Zollikon/Zumikon — 199 Kantonsratssitzungen hat SP-Parlamentarierin Elisabeth Derisiotis aus Zollikon seit dem 21. Mai 2007 besucht. Das ist jede einzelne Sitzung, die seit Beginn der Amtsdauer stattgefunden hat. Gemessen wurde in der Statistik der Geschäftsleitung des Kantonsrats bis zum 31. Dezember 2010. Von den 13 Kantonsrätinnen und Kantonsräten des Bezirks Meilen ist Derisiotis damit die fleissigste Sitzungsbesucherin. Im Bezirk kommt sonst nur Rolf Robert Zimmermann (SVP) auf 100 Prozent. Er ist aber erst seit dem 11. Januar 2010 Kantonsrat und hat bis Ende letzten Jahres an 52 Sitzungen teilgenommen. Am meisten gefehlt hat Gaston Guex. Der FDP-Vertreter war bei 85 Prozent oder 170 Sitzungen anwesend. Das ist deutlich weniger als der durchschnittliche Parlamentarier, der 96 von 100 Sitzungen besuchte. Gaston Guex trägts mit Humor: «Es gibt doch den Rechtsgrundsatz, dass man für ein und dasselbe Vergehen nur einmal bestraft wird.» Er sei bereits vor einem Jahr im «Tages-Anzeiger» angeprangert worden, weil er häufig an den Sitzungen gefehlt habe. Die Erklärung ist unspektakulär: Bis Frühling 2010 war Guex gleichzeitig als Gemeinderat in Zumikon tätig. Doppelmandat als Vorteil Jeden zweiten Montag fand ab 17 Uhr die Gemeinderatssitzung statt. Das kollidierte laut Guex häufig mit der ganztägigen Kantonsratssitzung einmal pro Monat. «Ich musste mich dann jeweils entscheiden, ob ich im Kantonsrat bleibe oder die Sitzung früher verlasse», sagt Guex. Er habe je nach den Sachgeschäften entschieden, die im Kantons- respektive Gemeinderat anstanden. Wer die Kantonsratssitzung mehr als eine Stunde vor deren Ende verlässt, gilt als abwesend. «Schade, dass diese Statistik den Gegnern von Doppelmandaten Argumente liefern wird», sagt Guex und betont: «Es ist wirklich ein Vorteil, wenn man gleichzeitig auf Gemeinde- und Kantonsebene politisieren kann.»

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