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Der Poker um AKW

Eine Einigung, wo die künftigen AKW der Schweiz stehen werden, ist weit entfernt. Dies zeigte gestern ein Anlass in Bern.

Derzeit läuft hinter den Kulissen ein Seilziehen zwischen den drei grossen Energiekonzernen BKW, Alpiq und Axpo, die alle selbst ein neues AKW bauen möchten. Es ist bekannt, dass das Departement Leuenberger dem Volk maximal zwei Projekte vorlegen möchte. Wie weit die Diskussionen mit den Energiekonzernen fortgeschritten sind, dazu wollte Walter Steinmann, der Direktor des Bundesamts für Energie, gestern keine Angaben machen. Er trat in Bern an einem Anlass der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft und des Swiss Venture Club auf. Nur so viel sagte er: «Ob es klug wäre, dem Volk drei Projekte zur Abstimmung vorzulegen, das müssen die Energiekonzerne wissen.» Es ist indes davon auszugehen, dass eine Einigung frühestens 2011 zu Stande kommen wird. Keiner der Energiekonzerne will derzeit seine Karten aus der Hand geben. Nun will sich die Politik der Frage annehmen: Wie die Berner Ständerätin Simonetta Sommaruga am anschliessenden Podium sagte, wird die zuständige Ständeratskommission in den nächsten Wochen an zwei Tagen die Frage der künftigen AKW-Standorte diskutieren. Es macht Sinn, dass sich die Kantonsvertreter mit der Frage befassen. Denn gewichtige Mitbesitzer der drei Energieriesen sind – die Kantone. 800 Werke halten sich In der Schweiz gibt es 800 Verteilwerke, die den Gemeinden gehören. Steinmann machte gestern deutlich, dass diese Zahl zu gross sei. «Wir haben auf dem Strommarkt eine Ebene zu viel», sagte er. Er glaubt aber nicht, dass sich daran so rasch etwas ändern wird. sny >

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