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Der Multistyle- Dancemusiker

DJ Maurice hat schon so oft im Deep aufgelegt wie kein Zweiter. Am Samstag dreht er einmal mehr die Vinyl-Platten.

DJ Maurice, du hast schon 2002, kurz nach der Eröffnung, im Deep Underground aufgelegt. Seither standest du regelmässig hinter den Plattenspielern. Weisst du, wie oft du genau im Deep als DJ gewirkt hast? DJ Maurice: Das dürften bisher rund 50 Parties gewesen sein, an denen ich aufgelegt habe. Pro Jahr stehe ich etwa sechs bis sieben mal hinter den Decks. Insgesamt habe ich in meiner zehnjährigen Karriere als DJ rund 250 Auftritte hinter mir. Langweilst du das Partyvolk jedesmal mit mehr oder wenigen denselben Hits, oder hast du eine extrem grosse Plattensammlung, damit du jedes Mal andere Songs bringen kannst? Nun, ich habe schon ein paar Klassiker, die ich jedes Mal bringe: So garniere ich jedes Set mit mindestens einem Song von der Thriller-Platte von Michael Jackso. Auch Madonna darf nie fehlen. Ich habe aber tatsächlich eine ziemlich grosse Plattensammlung. Als die Sammlung 2000 Platten umfasste, habe ich mit zählen aufgehört, heute besitz ich ungefähr 4000 verschiedene Exemplare. Du arbeitest fast ausschliesslich mit Vinyl. Warum bevorzugst du diese doch etwas veraltete Technik? Ich finde das Handling bei Vinyl einfach viel besser, und ich schätze die Tradition, die das Auflegen mit Vinyl hat. Für mich gehört das gewisse Knistern einfach in einen Club. Ein Plattenspieler ist zudem für mich viel eher ein Musikinstrument als ein CD-Spieler. A propos Musikinstrument: Hattest du als grosser Musikliebhaber und -experte nie das Bedürfnis, ein «richtiges Instrument» zu erlernen? Nein. Ich möchte aber betonen, dass für mich das professionelle Auflegen durchaus mit dem Spielen eines Instrumentes zu vergleichen ist. Früher übte ich praktisch jeden Tag mehrere Stunden, heute übe ich etwas weniger. Du legst seit rund 10 Jahren auf – hat sich dein Stil verändert? Mein Stil hat sich komplett verändert. Bei meinem ersten Auftritt legte ich ausschliesslich House auf, heute ist mein Spektrum viel grösser. Ich nenne meinen Stil heute Multistyle Dancemusic, Housetracks spiele ich praktisch keine mehr. Gab es eine Party im Deep oder im Eleven, wo du auch regelmässig auflegst, die besonders toll war? Silvester steigt jedes Mal eine Superparty im Deep, am 25. Dezember im Eleven ging es auch extrem ab. Der 25. Dezember ist speziell, weil dann jeweils viele Exilsolothurner in ihre Heimatstadt zurückkehren, zudem habe ich dann auch noch Geburtstag. Etwas vom Besten, was ich bis jetzt erlebt habe, war ein Auftritt an der Ispo in München. Dort legte ich vor 4500 Leute auf, die Stimmung war phänomenal. Du bist fast jedes Wochenende entweder im Eleven oder im Deep, sei es als DJ oder als Techniker. Gehst da überhaupt noch in andere Clubs? Ab und zu. Vier bis fünfmal pro Jahr besuche ich grössere Clubs in der Schweiz, aber meist ziehe ich es auch einfach vor, am Samstagabend mit der Freundin zu Hause zu bleiben, wenn ich schon mal frei habe. Du bist 28 Jahre alt, seit zehn Jahre DJ – bist du nie partymüde? Nein, ich habe immer noch Freude daran. Für mich bedeutet das Deep nicht nur Party, sondern auch Arbeit, die ich aber gerne mache. Ich bin unter anderem zuständig für die Technik und ich kümmere mich darum, dass die Plakate aufgehängt werden. Heisst das, dass DJ Maurice auch in zehn Jahren noch im Eleven und im Deep auflegen wird? Ja. Samstag, 26. September, ab 22 Uhr in der Kulturgarage in Solothurn. Tickets: 15 Franken. Eintritt ab 20 Jahren.pst >

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