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Der Adliswiler Stadtrat gibt Studie für das Stadthaus-Areal in Auftrag

Bis Ende Jahr wird das Stadthaus-Areal noch von der Verwaltung genutzt. Jetzt überlegt sich die Exekutive, was dort dereinst gebaut werden soll.

Von Marco Morosoli Adliswil – Die Stadtverwaltung verlässt die Liegenschaften an der Zürichstrasse 11, 13 und 15 bis Ende Jahr und zieht ins ehemalige Gebäude der Zürcher Kantonalbank an der gleichen Strasse (der TA berichtete). Schon jetzt macht sich der Adliswiler Stadtrat Gedanken, was mit der stadteigenen Liegenschaft dereinst geschehen soll. Er hat laut einer Mitteilung kürzlich eine Bebauungsstudie für das Gelände in Auftrag gegeben und dafür einen Betrag von 20 000 Franken bewilligt. «Die Studie soll uns zeigen, welche Bauten auf dem Areal möglich sind», sagt Adliswils Finanzvorstand Walter Müller (Freie Wähler). Er leitet die Findungsgruppe «Stadthaus-Areal». Wunschkatalog aufgestellt Mitte April haben die Mitwirkenden eines Workshops in der Kulturschachtle einen Wunschkatalog für die künftige Nutzung zusammengestellt. Ginge es nach den Workshopteilnehmern, sie würden auf dem Areal ein Hotel mit einem Bankettsaal errichten. «Daneben wünschen wir uns ein attraktives Sihlufer», sagt Walter Müller. Neben dem Hotel sollen auf dem 5700 Quadratmeter grossen Gelände zudem altersgerechte Wohnungen entstehen. Ebenfalls soll Platz für Dienstleistungsbetriebe geschaffen werden. Wegen der zentralen Lage ebenfalls gewünscht sind Parkplätze. Müller spricht dabei von einer «gemischten Nutzung». Im kommenden Jahr will sich die Stadt auf die Suche nach einem Investor machen. «Dieser muss ein Vorprojekt mit einem fixierten Preis bieten», sagt Müller. Verschiedene Modelle möglich Noch unklar ist, ob sich die Stadt mit dem Investor zusammentun oder ihm die ganze Liegenschaft verkaufen will. Wichtig seien Leitplanken für den Investor. «Der Stadtrat will den Bauherr eng begleiten. Dazu gehört auch, dass dieser gewisse von uns gestellte Bedingungen erfüllt», sagt Walter Müller. Der Leiter der Stadthaus-Areal-Kommission konnte sich im April eine öffentlich-private Partnerschaft (eine sogenannte Public-private-Partnership) durchaus vorstellen. Klar ist für den Finanzvorstand: «Der Stadtrat will eine für Adliswil verträgliche Lösung zu einem vernünftigen Preis erhalten.» Es könnte auf dem Areal an der Sihl auch ein Hochhaus, also ein Gebäude von mehr als 25 Meter Höhe, gebaut werden. In dieser Sache wolle sich der Stadtrat alle Optionen offen lassen. Bereits hat der Stadtrat auch geprüft, welchen Preis er für die Veräusserung der Liegenschaft im Zentrum lösen könnte. Eine Zahl nennt Müller aber nicht. Bei einem Quadratmeterpreis von 1000 Franken bekäme Adliswil 5,7 Millionen Franken. Ein anderes Szenario geht dahin, dass die Stadt einen Teil des Landes zurückbehält. «Ein Faustpfand sozusagen», sagt der Finanzvorstand Müller. Was auf dem Areal nach Abzug der Stadtverwaltung geschehen soll, ist für Walter Müller bereits vorgezeichnet. «Wir lassen die Häuser abreissen», sagt er und fügt an: «Auch Häuser, die leer stehen, kosten Geld.» Die temporäre Nutzung als Parkplatz wird von der Stadt geprüft.

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