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Dealer vor Bundesgericht

In einem Drogenfall wurde die Beschwerde des Anklägers vom Bundesgericht gutgeheissen. Es folgte dem Thuner Urteil.

Bei einem etwas speziellen Drogenfall (wir berichteten) schmuggelten zwei Kuriere französischer Herkunft im Auftrag eines Dealers mehrmals Kokain von Holland nach Steffisburg. Die beiden Männer wurden gefasst und vom Kreisgericht Thun verurteilt. Der Angeklagte A. erhielt viereinhalb Jahre, sein Kollege B. sechs Jahre Freiheitsstrafe aufgebrummt. Während A. den Entscheid nicht anfocht, appellierte B. Das Berner Obergericht folgte ihm insofern, als die Sanktion gleich wie bei A. festgesetzt und auf viereinhalb Jahre reduziert wurde. Dagegen erhob der oberste Ankläger des Kantons Beschwerde beim Bundesgericht. B. machte sich in zweiter Hinsicht der qualifizierten respektive der schweren Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig. Die fünf Bundesrichter hiessen deshalb die Beschwerde des Anklägers gut und wiesen die Sache an das Berner Obergericht zurück. Praktisch bedeutet dies allerdings, dass die kantonale Instanz dem Urteil des Bundesgerichts gehorchen und die Strafverminderung für B. wieder aufheben muss. esch>

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