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«Bezugsbereit in 5 bis 7 Jahren»

Mit der Gründung der «wasserstadtsolothurn AG» kommt das Grossprojekt im Westen Solothurns einen Schritt weiter. Regionale Investoren beteiligen sich an den Planungskosten. Knackpunkt bliebt aber der «Stadtmist».

Auch die Wasserstadt wurde von den Stürmen in der Finanzwelt arg getroffen. Mitte letzten Jahres hatte Ivo Bracher, Leiter des Verwaltungsrates der Wasserstadt und gewissermassen der Kopf des Projektes, noch mündliche Zusagen von Investoren in der Höhe von 75 Millionen Franken . Durch die Krise schmolzen jene Gelder aber dahin wie Schnee in einem Backofen. Im November war plötzlich nur noch ein Investor übrig, die anderen forderten nun ein baubewilligtes Projekt, um überhaupt über eine Investition nachzudenken. Trotz dieser schwierigen Umstände hat die Wasserstadt aber nicht Schiffbruch erlitten. Gestern verkündete Bracher gemeinsam mit regionalen Partner die Gründung der «wasserstadtsolothurn AG». Der Gründung gingen umfassende Studien zur Machbarkeit voraus, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Als Aktionäre der ersten Stunde figurieren namhafte Firmen und Privatpersonen aus der Region Solothurn. Dazu gehören unter anderem die Saudan AG oder die Regio Energie Solothurn. Die neu gegründete AG will mit einem Kapital von 4,5 Millionen Franken in den nächsten zwei Jahren die Planungsarbeiten vorantreiben. Grosse Nachfrage 130 Interessenten für Häuser und Wohnungen sollen sich bereits gemeldet haben. Rund 60 Prozent dieser potentiellen Käufer kommen nicht aus der Region. Besonders beliebt sind unter den Interessenten die Einfamilienhäuser, die für 1450000 Franken verkauft werden sollen. Die Wohnungen sollen zwischen 630000 (3½ Zimmer) und 930000 Franken (4½ Zimmer) kosten. Bezugsbereit sollen die Liegenschaften in fünf bis sieben Jahren sein, schätzt Bracher. Stadtmist bei Behörden Knackpunkt für die Realisierung der Wasserstadt bleibt aber der Stadtmist. Von 1935 bis 1976 befand sich auf dem Areal der Wasserstadt eine städtische Deponie für Haushalt- und Gewerbeabfall. Das Areal ist kontaminiert, eine Sanierung muss so oder so erfolgen. Dies ist aber allein die Sache von Bund, Kanton und Stadt, die neu gegründete AG hat damit nichts zu tun. «Wir hätten die AG gegründet, wenn wir nicht überzeugt wären, dass die Sanierung durchgeführt wird», so Ivo Bracher. Ralph HeinigerAn der Wasserstadt beteiligen sich auch Unternehmen aus der Region Solothurn: AEK Energie AG, bonainvest AG, Bracher und Partner AG, BSB + Partner Ingenieur und Planer, dosima Holding AG, Familie Hürlimann, Marti AG Solothurn, Regio Energie AG, Saudan AG, Sterki Bau AG, Vogel Architekten und Wyss A. Holding AG. >

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